Die sächsische Polizei schätzt die Impfquote in ihren eigenen Reihen auf etwa 70 Prozent. Aus Gründen des Datenschutzs sei keine personenbezogene Erfassung des Impfstatus möglich, teilte das Innenministerium am Donnerstag auf Anfrage in Dresden mit. Bei der Kontrolle der 3-G-Regel am Arbeitsplatz werde lediglich erfasst, ob die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Aufgrund freiwilliger Angaben der Bediensteten und mit Blick auf die benötigten Schnelltests lasse sich die Impfquote aber gut abschätzen. «Durch den Polizeiärztlichen Dienst werden unkompliziert Impfungen für alle Bedienstete angeboten. Daneben setzen wir auf Aufklärung.»
Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte am Donnerstag die Impfquoten bei der Polizei in den Bundesländern verglichen und den sächsischen Beamten eine niedrige Quote attestiert. Demnach sind in Nordrhein-Westfalen 96 Prozent mindestens zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Das rheinland-pfälzische Innenministerium sprach in dem Beitrag von einer «weit überdurchschnittlichen Impfquote von über 90 Prozent.» In Sachsen-Anhalt liegt sie laut Innenministerium bei rund 80 Prozent.
Die Zahl für Sachsen ist kaum überraschend, da der Freistaat auch bei der allgemeinen Impfquote bundesweit das Schlusslicht ist. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge waren am Donnerstag genau 60 Prozent der Menschen im Freistaat zweimal geimpft, 27,9 Prozent hatten eine Auffrischungsimpfung erhalten.