Annähernd 3000 Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Mittwochabend in München demonstriert. Auf der Ludwigstraße und im Viertel rund um Siegestor und Universität versuchten nach Polizeiangaben rund 500 Beamte, die sogenannten Spaziergänge zu unterbinden. Die meisten der Demonstrierenden trugen keinen Mund-Nase-Schutz, Abstand voneinander hielten sie nicht. Vereinzelt habe es Rangeleien an Absperrungen gegeben, aber keine größeren Auseinandersetzungen, sagte ein Polizeisprecher
Der Autoverkehr auf der Ludwigstraße sei zweitweise gestoppt worden, weil die Demonstranten auf der Fahrbahn liefen, sagte eine Polizeisprecherin. Wenn die Initiatoren der sogenannten Spaziergänge ermittelt werden, könnte ihnen ein Ordnungsgeld drohen.
Ein Bündnis mehrerer Initiativen hatte zuvor beklagt, die Absage der geplanten Mittwochsdemonstration auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität verwehre ihnen das Recht auf Versammlungsfreiheit.
Auf dem Odeonplatz protestierten laut Polizei zeitgleich rund 120 Menschen gegen «Querdenker». Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis «Solidarität statt Schwurbel» von Linken, der Grünen Jugend und anderen Gruppen.