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3000 Gegner der Corona-Politik demonstrierten in München

20:19
22.12.2021
Annähernd 3000 Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Mittwochabend in München demonstriert. Auf der Ludwigstraße und im Viertel rund um Siegestor und Universität versuchten nach Polizeiangaben rund 500 Beamte, die sogenannten Spaziergänge zu unterbinden. Die meisten der Demonstrierenden trugen keinen Mund-Nase-Schutz, Abstand voneinander hielten sie nicht. Vereinzelt habe es Rangeleien an Absperrungen gegeben, aber keine größeren Auseinandersetzungen, sagte ein Polizeisprecher

Der Autoverkehr auf der Ludwigstraße sei zweitweise gestoppt worden, weil die Demonstranten auf der Fahrbahn liefen, sagte eine Polizeisprecherin. Wenn die Initiatoren der sogenannten Spaziergänge ermittelt werden, könnte ihnen ein Ordnungsgeld drohen.

Ein Bündnis mehrerer Initiativen hatte zuvor beklagt, die Absage der geplanten Mittwochsdemonstration auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität verwehre ihnen das Recht auf Versammlungsfreiheit.

Auf dem Odeonplatz protestierten laut Polizei zeitgleich rund 120 Menschen gegen «Querdenker». Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis «Solidarität statt Schwurbel» von Linken, der Grünen Jugend und anderen Gruppen.

(dpa)

Staatsballett Berlin sagt nach Corona-Fällen Vorstellungen ab

20:18
22.12.2021
Nach mehreren Corona-Fällen im Ensemble hat das Staatsballett Berlin alle Vorstellungen bis Anfang Januar abgesagt. Eine Infektionskette sei nicht bekannt, teilte die Leitung am Mittwoch in Berlin mit. Allerdings fallen Tänzerinnen und Tänzer aus, darunter Kontaktpersonen wie Solistinnen und Solisten. «Die Leitung des Staatsballetts bedauert den Ausfall sehr, der besonders an den Weihnachtstagen das Ensemble sowie die Gäste schmerzt», hieß es.

Zuletzt hatte das Staatsballett für Aufmerksamkeit gesorgt, weil die Inszenierung des Märchen-Balletts «Nussknacker» von Pjotr Iljitsch Tschaikowski ohne Überarbeitung nicht mehr gespielt werden soll. Die kommissarische Staatsballett-Chefin Christiane Theobald hatte dies in der «B.Z.» unter Verweis auf problematische Stellen in postkolonialen Zeiten etwa bei chinesischen und orientalischen Tänzen begründet. Der «Nussknacker» müsse neu kontextualisiert werden. Der russische Botschafter Sergej Netschajew hatte die Entscheidung darauf in der «Berliner Zeitung» heftig unter anderem als «radikale Interpretation von politischer Korrektheit» kritisiert.

Zuletzt hatten sich nach Rassismusvorwürfen und einem nicht verlängerten Vertrag eine Tänzerin und das Staatsballett auf einen Vergleich geeinigt. Das Ballett hatte wegen der Vorwürfe bereits Konsequenzen angekündigt, jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus seien nicht tragbar. Die Tänzerin soll wiederholt rassistische Kommentare von einer Trainingsleiterin bekommen haben.

Bereits davor hatten die beiden Ko-Intendanten Sasha Waltz und Johannes Öhman das Staatsballett überraschend verlassen. Der Choreograph Christian Spuck, zurzeit Direktor des Balletts Zürich, soll nun zur Spielzeit 2023/24 neuer Intendant werden.

(dpa)

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