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Johnson: Trotz Omikron keine strengeren Corona-Regeln vor Weihnachten

17:56
21.12.2021
Trotz der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante wird es in England über Weihnachten keine strengeren Corona-Regeln geben. «Ich möchte bestätigen, dass alle an ihren Weihnachtsplänen festhalten können», sagte der britische Premier Boris Johnson am Dienstag in einem in den sozialen Medien verbreiteten Video. Man könne aber nicht ausschließen, dass es nach Weihnachten eine Verschärfung geben werde und sei ständig dabei, die aktuellen Daten zu prüfen. Bis auf eine Maskenpflicht in Innenräumen und 3-G-Nachweise bei Großveranstaltungen und in Clubs gelten in England weiterhin keinerlei verpflichtenden Corona-Maßnahmen.

Der wissenschaftliche Expertenrat der Regierung hatte für schärfere Maßnahmen noch vor den Feiertagen plädiert. In England macht Omikron bereits 60 Prozent der bestätigten Fälle aus. In ganz Großbritannien wurden am Montag erneut mehr als 90 000 Fälle gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 778 (Stand: 16. Dezember). In London, wo Omikron besonders stark um sich greift, gibt es in einigen Krankenhäusern bereits etliche Krankmeldungen. Experten befürchten eine explosionsartige Zunahme der Fälle und eine massive Überlastung des Gesundheitssystems sowie Personalausfälle auch in anderen systemrelevanten Branchen.

Boris Johnson hat wegen mehrerer Skandale und Krisen derzeit kaum Autorität, um scharfe Maßnahmen durchzusetzen. In seinem Kabinett gibt es eine Reihe harter Gegner von Corona-Beschränkungen. Außerdem hatte der Premier mantra-artig immer wieder versprochen, dieses Weihnachten werde deutlich besser als vergangenes. 2020 verbot Johnson wenige Tage vor dem Fest alle Zusammenkünfte, da die Alpha-Variante anfing, sich auszubreiten.

(dpa)

Lauterbach und Wieler informieren über Corona-Lage

17:54
21.12.2021
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, informieren am Mittwoch erneut über die Corona-Lage in Deutschland (12.30 Uhr). Erwartet wird, dass es dabei auch um die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz geht. Am Dienstag hatten Bund und Länder über Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante beraten. Mit auf dem Podium der Bundespressekonferenz sitzt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

(dpa)

WHO Europa: «Wir können einen weiteren Sturm kommen sehen»

17:53
21.12.2021
Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht die Omikron- Variante des Coronavirus auf einem bedingungslosen Vormarsch in Europa. Seit ihrer Identifikation vor nicht einmal vier Wochen sei die Virus-Variante in mindestens 38 der 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa entdeckt worden, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag nach einem Arbeitsgespräch mit Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in Wien.

Es gebe weiter viele offene Fragen zu Omikron, aber man wisse bereits heute, dass die Variante in Ländern wie Dänemark, Portugal und Großbritannien dominant werde oder schon jetzt dominant geworden sei. «Wir können einen weiteren Sturm kommen sehen», sagte Kluge.

Innerhalb der nächsten Wochen werde die neue Variante in weiteren Ländern der Region dominieren und das ohnehin angespannte Gesundheitswesen noch weiter an seine Belastungsgrenzen bringen, sagte Kluge weiter. Omikron werde wahrscheinlich zur dominanten Variante werden, die in der europäischen Region zirkuliere. Zu dieser Region zählt die WHO neben der EU auch mehrere Länder weiter östlich, darunter zum Beispiel Russland, die Ukraine und die Türkei.

(dpa)

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