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Umfrage: Fast 40 Prozent der Bürger haben Angst vor Omikron-Infektion

16:25
21.12.2021
Knapp 40 Prozent der Bundesbürger haben Angst, an der besonders ansteckenden Corona-Variante Omikron zu erkranken. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Nachrichtensender Welt hervor. Die Hälfte der Deutschen meinte dagegen, sie habe vor einer möglichen Omikron-Infektion keine Angst. Dass Corona im kommenden Jahr eine noch größere Bedeutung im Alltag haben werde als im nun zu Ende gehenden Jahr, befürchten der Umfrage zufolge 32 Prozent der Befragten. 48 Prozent glauben, das Thema werde im täglichen Leben eine gleich große Rolle spielen wie bisher. Dass die Bedeutung von Corona 2022 abnehmen könnte, vermuten nur 17 Prozent der Befragten.

(dpa)

Behörden und Versorger bereiten sich auf nächste Corona-Welle vor

16:24
21.12.2021
Angesichts einer durch die Omikron-Variante drohenden fünften Corona-Welle haben Behörden und Unternehmen der kritischen Infrastruktur nun damit begonnen, ihre Notfallpläne zu reaktivieren. «Wir stellen sicher, dass genügend Verstärkungskräfte aus anderen Bereichen zur Verfügung bereitstehen für unser Lagezentrum», sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn am Dienstag auf Anfrage. Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum beim BBK unterstützt bei der bundesweiten Verlegung intensivpflichtiger Covid-19-Patienten, wenn es regionale Engpässe in den Krankenhäusern gibt.

Der Chef des Krisenstabes beim Energieversorger Envia M, Thomas Scheer, sagte dem MDR, in Sachsen und Thüringen habe trotz vieler Krankheits- und Quarantäne-Fälle nie ein Ausfall gedroht. Man habe gleich zu Beginn der Pandemie Notfallszenarien durchgespielt. Nun sei man dabei, diese Notfallpläne wieder zu aktivieren.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hatte am Montag mitgeteilt, seine Mitgliedsunternehmen «sehen derzeit durch die Omikron-Variante kein erhöhtes Risiko für die Versorgungssicherheit». Die bewährten Notfall- und Pandemiepläne kämen weiterhin zum Einsatz.

Der Expertenrat der Bundesregierung hatte am Sonntag vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt, da wegen der Omikron-Variante die Corona-Infektionszahlen stark ansteigen könnten. Die Fachleute erklärten auch, es gebe «hohe Risiken» für die sogenannte kritische Infrastruktur, also unter anderem für Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Strom- und Wasserversorgung.

Für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten sind in Deutschland die Länder verantwortlich. Eine bundesweite Übersicht, wie sich die einzelnen Unternehmen und Behörden, die zur kritischen Infrastruktur zählen, auf Krisen und Engpässe vorbereiten, existiert nicht. Allerdings gibt es für einige Bereiche eher allgemein gehaltene gesetzliche Vorgaben, beispielsweise im IT-Sicherheitsgesetz und im Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung.

Der Deutsche Feuerwehrverband forderte in einem Brief an den Expertenrat sowie die Bundesministerien für Inneres und Gesundheit bundesweit einheitliche Quarantäneregelungen. Die «teils sehr unterschiedliche und vor allem hinsichtlich systemkritischer Personenkreise undifferenzierte Einschätzung», die oft von Sachbearbeitern in überlasteten Gesundheitsämtern getroffen werde, werde «erhebliche und vor allem vermeidbare Ausfälle gesellschaftlich dringend benötigter Zielgruppen» mit sich bringen. Es sei wichtig, für Angehörige von Gefahrenabwehrorganisationen unter medizinisch vertretbaren Gesichtspunkten nicht zwingend erforderliche häusliche Absonderungen zu vermeiden.

Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte, man habe zahlreiche Maßnahmen getroffen, um den Betrieb des größten deutschen Flughafens auch bei einer größeren Erkrankungswelle durch die Corona-Variante Omikron sicherzustellen. Auch die Lufthansa und die Deutsche Flugsicherung zeigten sich überzeugt, dass man flexibel auf externe Störungen des Betriebs reagieren könne. Fraport trennt etwa die einzelnen Schichten der betriebsnotwendigen Flughafenfeuerwehr voneinander, damit bei einem Ausbruch nicht die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss, erläuterte die Sprecherin. Auf den Wachen herrsche die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken.

(dpa)

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