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20211202103435

Bund-Länder-Gipfel zu strengeren Corona-Regeln hat begonnen

10:33
02.12.2021
Die Spitzen von Bund und Ländern haben am Donnerstag ihre Beratungen über die weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen aufgenommen.

In der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und deren voraussichtlichem Nachfolger Olaf Scholz (SPD) sollte ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen werden.

Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) hatte als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vor Beginn der Runde konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Corona-Zahlen verlangt.

Auf dem Tisch liegt eine Reihe von Vorschlägen für strengere Auflagen. Diese würden vor allem Ungeimpfte besonders hart treffen. So sind für sie massive Kontaktbeschränkungen im Gespräch. Außerdem soll die 2G-Regel auch auf den Einzelhandel ausgeweitet werden: Zutritt zu Geschäften hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene. Ungeimpfte dürften nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs wie etwa Supermärkten, Drogerien und Apotheken betreten.

Für Regionen mit einer hohen Inzidenz zeichnet sich die Schließung von Clubs und Diskotheken ab. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Großveranstaltungen, vor allem bei Fußballspielen, soll stark begrenzt werden.

(dpa)

Wut-Video aus der Leichenhalle - Hausverbot für Uni-Mitarbeiterin

10:07
02.12.2021
Ein Wut-Video aus der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sorgt für Furore.

Darin macht eine Mitarbeiterin in der Leichenhalle ihrem Ärger über die Corona-Politik Luft. Sie kritisiert, dass ungeimpfte, medizinische Mitarbeiter jetzt selbst für einen PCR-Test zahlen müssten und gibt an, dass nur drei der 22 Toten in den Leichenschränken, auf die sie Kamera hält, an Corona gestorben seien. Die Uni distanzierte sich «aufs Schärfste von dem Inhalt des Videos».

«Wir haben den Notstand in Deutschland nicht wegen Corona, sondern wegen dem Fachkräftemangel», sagt sie beispielsweise und dass der Corona-Impfstoff die Blutgerinnung anrege. «Wollen wir Kranken helfen? Oder wollen wir einfach nur alle dazu zwingen, sich impfen zu lassen?», fragt die Frau.

Die Uni bestätigte, dass das Video in den Räumen des pathologischen Instituts aufgenommen worden sei. Der Mitarbeiterin sei ein Hausverbot erteilt worden, außerdem wurde sie den Angaben zufolge mit sofortiger Wirkung freigestellt. «Eine fristlose Kündigung wird darüber hinaus auf den Weg gebracht», heißt es in der Mitteilung.

Und weiter: «In der derzeitigen Lage kommt es auf die Umsicht und Rücksicht aller an, um kranken Menschen bestmöglich zu helfen und das stark belastete Personal im Gesundheitswesen zu unterstützen. Die Verbreitung von solchen Videos trägt dazu sicherlich nicht bei.»

(dpa)

Neue Corona-Maßnahmen - USA verschärfen Test-Regeln bei Einreise

10:06
02.12.2021
Angesichts der neuen Omikron-Variante und des bevorstehenden Winters verschärft die US-Regierung die Regeln für Corona-Tests für Reisende in die USA.

Aus dem Weißen Haus hieß es, ein Negativ-Test dürfe von Anfang kommender Woche an höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Die Neuregelung betreffe alle internationalen Reisenden unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihres Impfstatus. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen.

Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel schon jetzt eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie eine Flugreise in die USA antreten können. US-Präsident Joe Biden will sich am Donnerstag zu den neuen Maßnahmen äußern.

Eine hochrangige US-Regierungsvertreterin sagte, weiterhin würden bei der Einreise in die Vereinigten Staaten sowohl Antigen- als auch PCR-Tests akzeptiert. Die Effektivität der Tests etwa gegen die neue Omikron-Variante werde ständig geprüft. Verpflichtende Tests oder eine Zeit der Selbstisolierung nach der Einreise in die Vereinigten Staaten seien derzeit nicht vorgesehen. «Wir kündigen keine Schritte für die Zeit nach der Ankunft, für Tests und Quarantäne an.» Die Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln werde mindestens bis zum 18. März verlängert.

Aus dem Weißen Haus hieß es, Biden werde mehrere weitere Maßnahmen vorstellen. Darunter sei beispielsweise eine landesweite Kampagne, damit Erwachsene sich Booster-Impfungen geben ließen. Rund 100 Millionen Amerikaner hätten bislang keine Auffrischung bekommen, obwohl sie berechtigt wären.

Unter anderem sollen Arbeitgeber aufgefordert werden, Arbeitnehmer für die Impfungen bezahlt freizustellen. Biden werde außerdem Maßnahmen vorstellen, damit mehr Kinder geimpft und die Schulen offen gehalten würden. Amerikaner sollen zudem leichter kostenlose Schnelltests bekommen.

(dpa)

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