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20211221100428

Wegen Corona-Fällen: Partie von Salernitana in Udine in Gefahr

10:04
21.12.2021
Der italienische Fußball-Erstligist US Salernitana 1919 um Ex-Bayern-Star Franck Ribéry muss wegen positiver Corona-Fälle im Team seinen Betrieb zunächst einstellen. Die Gesundheitsbehörde im süditalienischen Salerno, dem Sitz des Vereins, habe dem Serie-A-Club zudem die Teilnahme an «sportlichen Veranstaltungen» verboten, teilte das aktuelle Tabellenschlusslicht am Dienstag mit. Am Montag gab der Aufsteiger bekannt, dass sich ein Spieler der Mannschaft mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Die Gesundheitsbehörde habe deshalb einen Linienflug nach Udine in Norditalien untersagt. Dort war für Dienstagabend (18.30 Uhr) die Begegnung zwischen Udinese Calcio und Salernitana angesetzt. Salernitana wollte stattdessen die Mannschaft durchtesten und im Falle negativer Ergebnisse per Privatflug nach Udine reisen, wie es am Montag weiter hieß. Ob die Partie am Abend angepfiffen wird, war zunächst unklar.

Salernitana droht zudem der Ausschluss aus der Serie A, weil Treuhänder bislang keinen Käufer für den Club gefunden hatten. Durch seinen Aufstieg in die Serie A verstieß der Verein mit dem Seepferdchen im Logo gegen die Auflagen des Fußballverbandes FIGC, weil sein damaliger Mitbesitzer Claudio Lotito gleichzeitig Präsident von Lazio Rom war. Dem Reglement zufolge darf eine Person nicht in leitender Funktion zweier Clubs in derselben Liga sein.

(dpa)

Wüst vor Beratungen: «Wir sollten heute gar nichts ausschließen»

10:03
21.12.2021
Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen für einen klaren Plan zur Eindämmung der Pandemie in den kommenden Wochen ausgesprochen. Auf die Frage, ob ein erneuter Lockdown kommen könnte, sagte Wüst bei «Bild live» am Dienstag: «Ich warne dringend davor, jetzt Dinge auszuschließen. (...) Wir sollten heute gar nichts ausschließen.»

Weiter sagte Wüst: «Wir sollten uns jetzt vorbereiten, wir sollten einen Plan entwickeln für die kommenden Wochen, damit wir gut durch diese Zeit kommen.» Rechtlich sei es aktuell zwar nicht möglich, Schulen oder Restaurants zu schließen. Das habe die neue Mehrheit im Bundestag durch Beendigung der pandemischen Notlage ausgeschlossen. «Ob das ausreichend ist, was wir heute haben, werden wir diskutieren.»

Zu einer neuen Infektionswelle durch die Omikron-Variante sagte Wüst: «Die Experten beschreiben die fünfte Welle, die jetzt auf uns zukommt, als sehr, sehr gefährlich. Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen, damit wir auch unsere kritische Infrastruktur beispielsweise aufrechterhalten. Niemand kann heute sagen, wann das vorbei sein wird oder zu welchen Maßnahmen wir noch gezwungen sein werden.»

(dpa)

Kinder bekamen Moderna-Impfstoff: Ermittlungen laufen

10:02
21.12.2021
Nach der Panne um Impfungen jüngerer Kinder mit dem Impfstoff von Moderna im Kreis Olpe ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Drei Kindern - sieben, zehn und elf Jahre alt - war im Impfzentrum in Attendorn nach Angaben des Kreises das für ihre Altersgruppe nicht zugelassene Mittel von Moderna gespritzt worden. Eine Polizeisprecherin sagte am Dienstag, nach der Anzeige eines Elternpaares mit zwei betroffenen Kindern habe man die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Sie richteten sich gegen die Person, die die fehlerhaften Impfungen vorgenommen haben soll. Das Moderna-Mittel Spikevax ist in der EU nur für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

Die Fachkraft war laut Kreisverwaltung Olpe nach ihrem «individuellen Versäumnis» sofort aus dem Impfgeschehen herausgenommen worden. Laut NRW-Gesundheitsministerium hatten die Kinder versehentlich den Booster-Impfstoff von Moderna in halber Dosierung erhalten. Nach bisher vorliegenden Informationen gehe es den betroffenen Kindern gut, es seien keine Nebenwirkungen erkennbar. Eigentlich sollten sie den Kinderimpfstoff von Biontech bekommen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen sagte auf dpa-Anfrage, es werde zu prüfen sein, ob fahrlässige Körperverletzung vorliege und «wie genau die Verantwortlichkeiten sind». Es gehe also auch um die Frage, ob ein mögliches Verschulden lediglich bei der impfenden Mitarbeiterin zu sehen sei oder es sich auch um einen «Fall der Organisationsverantwortung» handele.

(dpa)

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