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Energieverband: Omikron kein höheres Risiko für Versorgungssicherheit

14:37
20.12.2021
Die Energiewirtschaft sieht nach Verbandsangaben derzeit kein erhöhtes Risiko für die Versorgungssicherheit durch die Omikron-Variante. Die Unternehmen beobachteten die Entwicklungen aber sehr genau und führten regelmäßig Risikobewertungen durch, teilte die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, am Montag in Berlin mit. «Die Sicherstellung der Versorgung hat für die Betreiber kritischer Infrastrukturen höchste Priorität», betonte sie. Die bewährten Notfall- und Pandemiepläne kämen weiterhin zum Einsatz. Ein wichtiger Faktor sei zudem, dass bei den Unternehmen 80 bis 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft seien. «Das lässt darauf hoffen, dass zumindest mit weniger schweren Krankheitsverläufen zu rechnen ist.»

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte am Sonntag von einem «Gefährdungspotential für die kritische Infrastruktur» durch die Omikron-Variante gesprochen und diesem Bereich unter anderem die Strom- und Wasserversorgung zugeordnet.

Die Energie- und Wasserwirtschaft verfüge über einen hohen Automatisierungsgrad, so der BDEW weiter. «Trotzdem ist natürlich der Einsatz von Personal notwendig», dessen Schutz werde höchste Priorität eingeräumt. Besonderes Augenmerk liege auf dem gesicherten Einsatz von sogenanntem Schlüsselpersonal, das für das Gesamtsystem an entscheidenden Schaltstellen arbeite und nicht ohne Weiteres ersetzbar sei. «Dies betrifft etwa Tätigkeiten in Netz- und Kraftwerksleitzentralen und im Stör- und Havariedienst.»

(dpa)

Lindner: Wollen keine pauschalen Schließungen

14:36
20.12.2021
Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hat sich vor weiteren Corona-Krisenberatungen zwischen Bund und Ländern gegen Schließungen von Geschäften, Gaststätten oder Schulen ausgesprochen. «Wir wollen keine pauschalen Schließungen von Schulen, wir wollen auch keine pauschale Schließung von Gastronomie, Hotellerie und Handel», sagte Lindner am Montag in Berlin.

Lindner sagte mit Blick auf die Omikron-Variante des Coronavirus, es seien konsequente Maßnahmen erforderlich. Viele Menschen fürchteten sich aber vor einem neuerlichen Lockdown. Der Schlüssel zur Bewältigung der vierten und fünften Welle sei, nicht nachzulassen beim Impfen und Boostern und Kontaktbeschränkungen vorzunehmen, «damit es eben nicht zu pauschalen Lockdowns wie in den Niederlanden kommen muss.» Durch einen konsequenten Kurs beim Impfen und Boostern, Masken sowie 2G- und 3G-Regeln könne es auch weiter gelingen, gesellschaftliches Leben offenzuhalten und einen Lockdown abzuwenden.

Lindner rechnet nach eigener Aussage damit, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag kurzfristige Änderungen der Regeln für Veranstaltungen und für private Treffen in Innenräumen vereinbaren werden. «Ich gehe davon aus, dass Club-Veranstaltungen nicht werden stattfinden können. Darüber hinaus wird man lageadäquat schauen müssen, ob weitere Kontaktbeschränkungen nötig sind.»

(dpa)

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