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Spahn: Wichtig ist "quasi ein Lockdown für Ungeimpfte"

08:06
02.12.2021
Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor der Bund-Länder-Runde zu Corona-Maßnahmen die Notwendigkeit von Einschränkungen für Ungeimpfte betont.

«Was tatsächlich wichtig ist, ist quasi ein Lockdown für Ungeimpfte», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». Die große Zahl an Ungeimpften sei das, was «das Gesundheitssystem vor eine Herausforderung stellt». «Wenn Sie auf die Intensivstationen schauen, wenn Sie schauen: Wo ist die Dynamik überhaupt auch bei den Infektionen, dann ist das bei dieser zu großen Zahl an Ungeimpften.»

Deswegen seien Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte wichtig. Zudem nannte der Minister 2G (also Zugang nur für Geimpfte und Genesene) «konsequent in fast allen Lebensbereichen», das Absagen oder deutliche Reduzieren von Großveranstaltungen sowie Schließungen von Bars, Clubs und Diskotheken.

«Wir sehen ja, in den Regionen in Deutschland - in Sachsen, in Bayern - wo sehr weitgehende Maßnahmen ergriffen wurden, scheint sich die Lage zu stabilisieren und zu verbessern», sagte Spahn. «Die Maßnahmen wirken.»

Man brauche «massive Kontaktbeschränkungen und Reduzierungen, um jetzt diese Dynamik auch rauszubringen». Er warnte zudem: «Selbst wenn es ab morgen keine Infektionen mehr in Deutschland gäbe, werden wir trotzdem wahrscheinlich über 6000 Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland noch den nächsten Tagen sehen.»

Bund und Länder wollen am Donnerstag härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona auf den Weg bringen. Dazu beraten die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen in einer Schaltkonferenz (11.00 Uhr) mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem designierten Kanzler Olaf Scholz (SPD) über ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

(dpa)

Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg

08:06
02.12.2021
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen.

Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe «den ein oder anderen doch noch zur Vernunft», das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

«Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang», sagte Wüst. «Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg.»

Das Impfangebot sei stark ausgeweitet worden. So sei Köln von einer Kapazität von früher 3000 Impfungen täglich nun auf dem Weg «in Richtung 15 000 Impfungen» pro Tag. Im Land werde «eine ganze Menge mehr gemacht als noch vor einigen Wochen».

(dpa)

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