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Folge des Corona-Haustierbooms: Lage in Tierheimen spitzt sich zu

07:38
19.12.2021
Als Folge des Haustierbooms während der Corona-Lockdowns geraten viele deutsche Tierheime an ihre Grenzen. «Seit dem Sommer müssen immer wieder einzelne Tierheime Aufnahmestopps verhängen, in Teilen Deutschlands spitzt sich die Lage zu», sagte Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund der Deutschen Presse-Agentur. Während die Vermittlungslage bis Anfang 2021 relativ normal oder aufgrund der hohen Nachfrage nach Tieren sogar besser gewesen sei, habe sich dies mit Ende des zweiten Lockdowns im Frühjahr 2021 umgekehrt.

Die Nachfrage sei nicht mehr so groß, während gleichzeitig zahlreiche Abgabetiere, Fundtiere und beschlagnahmte Tiere hinzukommen. «Manche Tierheime haben zwar nach wie vor höchstens mit Einzelfällen von Abgaben und kaum veränderten Beständen zu tun, andere Tierheime hingegen haben gerade ganz massiv zu kämpfen», sagte Pommerening.

Sven Fraaß vom Hamburger Tierschutzverein, der das Tierheim in der Süderstraße trägt, sagte der dpa: «Es haben sich definitiv mehr Menschen Tiere geholt.» Weil die Vermittlung gut klappe, seien die Zahlen im Tierheim trotz vieler Aufnahmen bisher nicht so hoch. Da es teilweise nicht mehr so einfach möglich war, einfach im Tierheim vorbeizukommen, habe man bei der Vermittlung mehr auf das Internet gesetzt. «Wir haben auch die Tiervorstellungen auf unserer Webseite stark ausgebaut», sagte Fraaß. Das sei gut angenommen worden.

Die Feiertage machen dem Tierschutzbund Sorgen: «Leider erleben wir alle Jahre wieder, dass Tiere zum Weihnachtsfest verschenkt werden», sagte Pommerening. «Aus Tierschutzsicht muss klar gesagt werden: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum.» Auch von Spontan- und Überraschungskäufen rate man dringend ab. Viele Tiere endeten dann im Tierheim.

(dpa)

Neuer Corona-Lockdown in Niederlanden in Kraft

07:37
19.12.2021
In den Niederlanden gilt wegen der Omikron-Variante des Coronavirus ein neuer strenger Lockdown. Seit Sonntag um 05.00 Uhr müssen fast alle Geschäfte sowie Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure geschlossen bleiben. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Jeder Haushalt darf nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen. Nur über Weihnachten und zum Jahreswechsel sind ausnahmsweise bis zu vier Besucher erlaubt.

Ministerpräsident Mark Rutte begründet den neuen Lockdown mit der extrem schnellen Verbreitung der Omikron-Variante. «Es ist unvermeidlich», sagte Rutte am Samstagabend in Den Haag. «Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.» Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten - also bis ins neue Jahr hinein. Eine Ausgangssperre werde es vorerst nicht geben, versprach Rutte.

Bisher galt in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern schon ein «Abend-Lockdown». Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz -also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen - lag in den Niederlanden am Samstag bei 617, fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

(dpa)

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