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Paris sagt wegen Corona-Pandemie Silvester-Feuerwerk ab

12:10
18.12.2021
Paris hat das zu Silvester geplante Feuerwerk und Konzert auf den Champs-Élysées wegen der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen abgesagt. Mit der am Samstag auf Twitter mitgeteilten Absage folgt die französische Metropole den von der Regierung geforderten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Der französische Premierminister Jean Castex hatte am Freitagabend die Präfekten und Gemeinden des Landes dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen am 31. Dezember zu verbieten.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Frankreich in den vergangenen Wochen immer weiter nach oben geschnellt. Zuletzt steckten sich landesweit innerhalb einer Woche etwa 515 Menschen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner an. In manchen Gegenden liegt der Wert noch deutlich höher.

(dpa)

Hunderte Verstöße gegen Corona-Regeln im ÖPNV

11:09
18.12.2021
Bei Kontrollen in Bussen und Bahnen im Südwesten hat allein die Polizei in den vergangenen Wochen Hunderte Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. Seit dem 24. November gab es nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart 34 Schwerpunktkontrollen in den Regionen. 970 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte hätten dabei etwa 24 600 Personen kontrolliert. «Hierbei konnten insgesamt rund 2470 Verstöße gegen die Maskentragepflicht festgestellt werden», teilte ein Sprecher mit.

Gemäß Corona-Verordnung sind die Verkehrsbetriebe verpflichtet, mit stichprobenartigen Kontrollen zu überwachen, dass Corona-Regeln eingehalten werden. Sie sollen aber auch 3G-Nachweise kontrollieren, also dass Fahrgäste gegen das Coronavirus geimpft, von einer Infektion genesen oder negativ auf eine Ansteckung getestet sind.

(dpa/lsw)

Beamtin soll Lockdown-Partys in Downing Street aufklären

10:48
18.12.2021
Nach neuen Enthüllungen über Lockdown-Partys Londoner Regierungszirkel soll nun eine hochrangige Beamtin aufklären, wer wann wo und mit wem gefeiert hat. Sue Gray, die im Bauministerium tätig ist, wurde von Downing Street mit dieser Aufgabe betraut. Am Freitag hatte der zuvor damit beauftragte Beamte Simon Case den Job abgeben müssen, weil er selbst in seiner Abteilung Feiern geduldet haben soll.

«Sie wird die Fakten ermitteln und ihre Ergebnisse dem Premierminister präsentieren», hieß es aus der Downing Street. Wann das passieren soll, ist unklar. Mit den Ergebnissen der Untersuchung von Simon Case war bereits in diesen Tagen gerechnet worden.

Der britische Premier Boris Johnson ist in den vergangenen Wochen massiv unter Druck geraten, weil er während des strikten Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr mehrere Feiern in der Downing Street geduldet oder sogar selbst teilgenommen haben soll. In der aktuellen, wegen der Omikron-Variante extrem angespannten Corona-Lage wird das zum ernsthaften Problem: Wegen der mutmaßlichen Regelbrüche sind weitere Verschärfungen für Johnson nun schwer durchsetzbar.

Die nun ernannte Beamtin Sue Gray genießt in Westminster parteiübergreifend einen guten Ruf. Der schottische Abgeordnete Ian Blackford von der Scottish National Party (SNP) kritisierte allerdings im BBC-Interview, dass erneut eine Regierungsbeamtin beauftragt wurde und forderte eine unabhängige Untersuchung.

Die stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen Labour-Partei, Angela Rayner, sagte, es gehe nun darum, verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen. «Im Moment fragen sich die Leute: «Welches Ministerium hat keine Party gefeiert?»», sagte sie. «Es ist unglaublich enttäuschend, denn wir wissen alle, was vor sich ging, während diese Partys stattfanden. Menschen konnten ihre Lieben, die im Sterben lagen, nicht sehen und erbrachten unglaubliche Opfer.»

(dpa)

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