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FDP-Fraktionschef: Bei allgemeiner Impfpflicht noch nicht entschieden

07:29
17.12.2021
FDP-Fraktionschef Christian Dürr ist in der Frage einer allgemeinen Corona-Impfpflicht noch unentschlossen. «Ich habe mich in dieser Frage noch nicht entschieden», sagte Dürr dem «Handelsblatt» in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

Er schaue sich Gruppenanträge aus allen Fraktionen dazu an. «Noch vor einem halben Jahr haben alle Parteien gesagt, dass eine Impfpflicht nicht ansteht. Ja, die Impfung ist das zentrale Instrument. Und deswegen müssen wir uns anschauen, welche Wege es gibt.»

Bereits beschlossen ist, dass Beschäftigte in Einrichtungen mit besonders schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis Mitte März 2022 nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind. Über eine darüber hinaus gehende allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin erst noch entscheiden. Dürrs Vorgänger als FDP-Fraktionschef, der heutige Bundesfinanzminister Christian Lindner, hatte Anfang des Monats deutlich gemacht, dass er zu einer allgemeinen Impfpflicht tendiert.

Dürr bezeichnete es als «völlig legitim», dass FDP-Abgeordnete um den Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Kubicki sich in einem Antragsentwurf gegen eine solche Pflicht positioniert haben. «Viele in der FDP zögern in der Frage noch. Es ist deswegen wichtig, dass wir im Parlament dazu eine transparente Debatte führen, die auch die Öffentlichkeit nachvollziehen kann.» Dieses Vorgehen sei schon bei anderen medizinethischen Themen wie der Organspende und Sterbehilfe erfolgreich gewesen. «Da verbietet sich Parteipolitik. Hier muss jeder Abgeordnete nach seinem Gewissen entscheiden.» Dürr betonte zugleich, die Voraussetzung für eine Impfpflicht sei genügend Impfstoff.

(dpa)

Deutsche greifen in Corona-Krise noch mehr zu Schokolade

06:13
17.12.2021
Sogenannte Nervennahrung in der Pandemie: In der Schokoliebhaber-Republik Deutschland wird in der Corona-Krise noch mehr zu Schokolade gegriffen als sowieso.

Das zeigen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen. «Der Schokoladenkonsum der Haushalte ist 2021 höher als noch 2019. Verbraucher verbrachten und verbringen seit Beginn der Pandemie mehr Zeit zu Hause, vor allem aufgrund von Homeoffice und wegen der Lockdown-Beschränkungen.

Diese Veränderungen beeinflussen auch das Kaufverhalten», sagen in Frankfurt/Main die Schokolade- und Süßwarenexpertinnen von Nielsen.

Statistikern zufolge steht Deutschland weltweit an der Spitze im Pro-Kopf-Verbrauch von Schokolade - neben der Schweiz.

Beim Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in Bonn sagt Schoko-Experte Torben Erbrath, der Konsum sei seit Jahren recht stabil. Etwa 9 Kilogramm Schokolade isst demnach jeder Mensch in Deutschland im Jahr, vor 50 Jahren waren es noch unter 6 Kilo.

Für die Weihnachtszeit 2021 stellte die deutsche Süßwarenindustrie rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner her - fünf Prozent mehr als letztes Jahr. 103 Millionen davon blieben in Deutschland. Allerdings läuft das Ostergeschäft noch besser, denn Schokohasen wurden in diesem Jahr laut BDSI sogar 214 Millionen produziert, von denen 107 Millionen im Land blieben.

Der Hase hat halt nicht so viel Konkurrenz wie der Schokomann, der an Weihnachten neben süßen Klassikern wie Stollen, Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen um die Gunst von Naschkatzen buhlt.

(dpa)

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