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Nächstes Premier-League-Spiel wegen Corona-Ausbruch abgesagt

17:51
15.12.2021
Ein weiteres Premier-League-Spiel ist wegen eines Corona-Ausbruchs kurzfristig abgesagt worden. Die für Mittwoch angesetzte Partie zwischen dem FC Burnley und dem FC Watford musste verschoben werden, nachdem es bei den Gästen mehrere Corona-Fälle gegeben hatte. Ähnliche Vorfälle hatte es beim Rekordmeister Manchester United gegeben. Daher konnte das Team von Ralf Rangnick am Dienstag nicht beim FC Brentford antreten.

Die Liga hatte am Montag die Saison-Rekordzahl von 42 neuen Corona-Fällen in der höchsten englischen Spielklasse vermeldet. Vom 6. bis zum 12. Dezember waren demnach insgesamt 3805 Spieler und Mitarbeiter getestet worden. In der Woche zuvor waren es bei 3154 Tests zwölf positive Testergebnisse gewesen. Am vergangenen Sonntag war auch das Premier-League-Match zwischen Tottenham Hotspur und Brighton & Hove Albion wegen zahlreicher Corona-Fälle bei den Spurs abgesagt worden.

(dpa)

US-Regierung gegen Omikron-Lockdown - Läden und Schulen bleiben offen

17:43
15.12.2021
Die US-Regierung schließt einen Lockdown wegen der Omikron-Variante des Coronavirus aktuell aus. «Wir haben die Mittel, um dieses Virus zu bekämpfen, einschließlich Omikron», sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Mittwoch. Man sei in einer stärkeren Position als vor einem Jahr - es gebe keinen Grund für einen Lockdown. «Wir wissen, wie wir unsere Kinder in der Schule und unsere Geschäfte offen halten können, und wir werden unsere Wirtschaft in keiner Weise herunterfahren. Wir werden unsere Schulen und unsere Unternehmen offen halten.»

Der Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, zufolge ist die Omikron-Variante besonders in den US-Bundesstaaten New York und New Jersey verbreitet. Landesweit handele es sich bei 96 Prozent der Fälle um die Delta-Variante. In einigen Regionen lägen die Schätzungen für Omikron aber höher als in anderen. In New York und New Jersey könnte Omikron bereits 13 Prozent der Corona-Fälle ausmachen.

Der Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci forderte die Menschen im Land erneut auf, sich impfen zu lassen. «Unsere Auffrischungsimpfungen funktionieren schließlich auch gegen Omikron», sagte er. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehe keine Notwendigkeit für eine variantenspezifische Auffrischung. Bislang haben in den USA 61 Prozent der Bevölkerung zwei Impfdosen erhalten. Rund 27 Prozent von ihnen haben eine Auffrischungsimpfung bekommen.

(dpa)

Experten sehen Problem in schneller Übertragbarkeit von Omikron

17:20
15.12.2021
Die Epidemiologin Berit Lange vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung schließt nicht aus, dass es wegen der Omikron-Variante des Coronavirus im Januar wieder zur drastischeren Maßnahmen wie Schulschließungen kommen könnte. «Durch die schnelle Übertragbarkeit von Omikron kann das Geschehen ungemein schnell außer Kontrolle geraten, ohne dass man so richtig Reaktionszeit hat, wie wir das bisher meistens tatsächlich immer noch hatten», sagte sie am Mittwoch in einem Online-Gespräch mit Journalisten.

Auch wenn Schulschließungen zur Entlastung der Gesundheitssysteme der Erwachsenen immer ultima ratio sein sollten, müsse man sich jetzt auch darauf vorbereiten, «dass man möglicherweise in deutlicher anderer Form im Januar in den Schulbetrieb geht, als das aktuell noch geplant ist», sagte sie. «Diese Vorbereitung von Seiten der Schulbehörden ist wichtig, gerade um die schweren negativen Folgen zu minimieren, sollten tatsächlich Schließungen notwendig werden.»

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, sagte: «Es sieht aufgrund der südafrikanischen Daten nicht so aus, als sei Omikron bei Kindern schwerer im Verlauf. Dieser initiale Verdacht, dass Omikron die Kinder in Südafrika wesentlich schwerer krank macht, als das unter anderen Varianten der Fall war, hat sich nicht in der Form bestätigt.» Die Variante sei aber erheblich ansteckender. «Und deswegen könnte es durchaus sein, dass wir noch einmal sehr stark ansteigende Infektionen auch unter den Kindern zu sehen bekommen.»

Dötsch ist auch Mitglied des neuen Corona-Expertengremiums, das die Bundesregierung berät. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine Stellungnahme des Rats zu Omikron noch vor Weihnachten. «Die Kinder scheinen nicht schwer krank zu werden», sagte Dötsch mit Blick auf die Variante. «Das Problem für das gesamte Gesundheitssystem ist aber dennoch, dass in der hohen Anzahl von Infizierten die Gefahr der Überlastung besteht.»

(dpa)

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