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20211215125954

Esken zu Impfskeptikern: «Leistung, seine Meinung zu revidieren»

12:54
15.12.2021
Vor dem Hintergrund der vielen Impfskeptiker in Deutschland hat SPD-Chefin Saskia Esken die Bereitschaft zum Umdenken bei Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich gelobt. Sie habe sich sehr gefreut, dass die meisten auf das Dazulernen von Kimmich mit Anerkennung reagiert hätten, sagte Esken am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag. «Es ist doch beeindruckend, es ist eine Leistung, seine Meinung zu revidieren und zu sagen: Ja, vielleicht habe ich mich getäuscht», sagte Esken, die auch Abgeordnete ist.

Kimmich hatte sich zunächst nicht gegen Corona impfen lassen wollen, sich dann mit dem Virus infiziert und seine Haltung danach geändert. Esken sagte, Rechthaben und Rechtbehalten sei dieser Tage nicht einfacher geworden. «Manch eine, manche einer hat sich verirrt im Dickicht der wilden Geschichten über Corona.» Familien zerbrächen, manche stünden der Wissenschaft skeptisch gegenüber. Esken sagte: «Bitte gebt euch einen Ruck und lasst euch impfen.»

(dpa)

Pistorius befürchtet Radikalisierung von Gegnern der Corona-Politik

12:52
15.12.2021
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius warnt vor einer möglichen Zunahme der Gewalt von Kritikern der Corona-Auflagen. Zwar gebe es bisher keine konkreten Anhaltspunkte für Anschläge aus dem Milieu, wie bei jeder Radikalisierung seien Anschläge aber auch nicht auszuschließen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Hannover. «Wenn Radikalisierungen stattfinden, im Internet, alleine oder in kleinen Gruppen, dann ist es oft nur noch ein kleiner Schritt von dem radikalen Gedankengut zu einem Anschlag. Deswegen ist das durchaus zu befürchten.»

Experten und Verfassungsschützer gingen davon aus, dass etwa die Debatte über eine Impfpflicht sehr wahrscheinlich zu einer Radikalisierung «eines kleinen Kerns dieser Bewegung» führen werde. Diese werde auch wieder abebben, sagte Pistorius, doch es sei Wachsamkeit gefragt. «Der harte Kern dieser Truppen, die da unterwegs sind, sind eben nicht einfach nur Corona-Leugner und Impfskeptiker oder -ängstliche, sondern es sind Leute, die den Staat ablehnen.»

(dpa)

Riesige Nachfrage nach Corona-Tests wegen Omikron in Großbritannien

12:51
15.12.2021
Die rasante Ausbreitung der Corona-Variante Omikron sorgt in Großbritannien für logistische Probleme bei der Versorgung mit Corona-Tests. Die Nachfrage sei beispiellos hoch, sagte die Chefin der Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency, Jenny Harries, am Mittwoch einem Parlamentsausschuss. «Heute zwischen 6.00 und 8.00 Uhr wurden 200 000 Packungen mit je sieben Selbsttests bestellt.»

Am Dienstag hätten die Bestellungen um 83 Prozent über demselben Tag der Vorwoche gelegen. Bereits den dritten Tag in Folge gebe es Schwierigkeiten, online Selbsttests oder einen Termin für einen PCR-Test zu buchen, meldete die Nachrichtenagentur PA.

Seit Dienstag empfiehlt die Regierung doppelt geimpften Menschen, die in Kontakt mit Corona-Infizierten waren, sich eine Woche lang täglich selbst zu testen. Der Bedarf ist wegen Omikron enorm gewachsen - in London ist das bereits die vorherrschende Variante. 51,8 Prozent der am 11. und 12. Dezember ausgewerteten positiven Corona-Tests in der britischen Hauptstadt zeigten Hinweise auf Omikron. Experten rechnen damit, dass es landesweit bereits Hunderttausende Omikron-Fälle jeden Tag gibt.

Es gebe nach wie vor genügend Tests, sagte Harries. «Aber der sehr schnelle Anstieg verursacht einen vorübergehenden Druck.» Harries kündigte an, die Royal Mail werde die Lieferkapazitäten noch erhöhen.

(dpa)

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