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Thüringen bleibt Negativ-Spitzenreiter bei Corona-Inzidenz

07:51
15.12.2021
Die Corona-Inzidenz in Thüringen ist etwas gesunken, der Freistaat bleibt aber der Negativ-Spitzenreiter unter den Bundesländern.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Inzidenz am Mittwoch bei 952,6 (Vortag: 984,1). Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen es je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben hat. Bundesweit lag die Inzidenz am Mittwoch bei 353.

Sieben der bundesweit zehn am stärksten betroffenen Regionen liegen in Thüringen. Die höchste Inzidenz wies am Mittwoch der Landkreis Hildburghausen mit 1690,2 (Vortag: 1442,2) aus. Sieben weitere thüringische Landkreise wiesen vierstellige Inzidenz-Werte auf.

Am Mittwoch wurden in Thüringen 27 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise sind im Freistaat 5428 Corona-Patienten gestorben.

(dpa)

Eintracht-Chef Fischer: Bei Bundesliga-Heimspielen impfen

06:02
15.12.2021
Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hat vorgeschlagen, die Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga in die Impfkampagne stärker einzubinden.

«Ich sage: Macht die Impfungen direkt vor den Stadien! Lasst alle Bundesligisten bei ihren Heimspielen samstags und sonntags auf Teufel komm raus impfen!», sagte der 65-Jährige im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Das ist für mich innovativ. Das sind Veränderungen.»

Fischer machte deutlich, dass er kein Verständnis für Impfgegner hat. «Wenn es ums Impfen geht, habe ich überhaupt keine Toleranzschwelle», meinte er.

Der Eintracht-Chef sieht den Profi-Fußball und die Vereine vor tief gehenden Veränderungen, sollte Corona nicht bald beendet sein. «Niemand vermag in die Glaskugel zu schauen, um exakt zu erkennen, was es bedeutet, dass sich nun die Omikron-Variante so rasant ausbreitet», sagte er. «Eins steht fest: Wenn es so extrem auch in den kommenden Jahren bleibt, dann trifft es allerlei Bereiche unserer Gesellschaft – und natürlich auch den Fußball.»

Die Vereine seien an vielen Stellen gebunden, ob es die Mieten sind oder Mitarbeitergehälter. «Und es fehlt mir die Phantasie, zu sehen, wie wir ungeschoren davonkommen können, sollten wir es nicht schaffen, die Pandemie zu besiegen», sagte er.

(dpa)

Behandlungsqualität durch hohe Zahl an Covid-Patienten in Gefahr

05:20
15.12.2021
Sollte die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen im Südwesten noch deutlich ansteigen, hätte dies laut Baden-Württembergicher Krankenhausgesellschaft Auswirkungen auf die Behandlungsqualität. Die Kliniken müssten dann in einen «Katastrophenmodus» gehen, teilte Hauptgeschäftsführer Matthias Einwag in Stuttgart mit.

Die Versorgung aller Patientinnen- und Patienten würde dann aufgrund der Abstriche bei der Personalausstattung nicht auf dem in Deutschland gewohnten Qualitätsniveau erfolgen können.

Folge wären laut Einwag etwa noch mehr verschobene planbare Operationen. Das betreffe schon jetzt auch Patienten, die schwer krank seien und deren Zustand sich durch das Warten verschlechtere, teilte Einwag mit. Das seien etwa Tumorpatienten und Patienten, die auf eine Herzoperation oder eine große Bauchoperation warteten.

Um die großen Zahl an Covid-Patienten auf Intensivstationen behandeln zu können, setzen die Kliniken im Südwesten laut Einwag schon jetzt auf die sogenannte Notfallreserve. Die Kliniken melden dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) damit ihre verfügbaren Kapazitäten an Intensivbetten und Mitarbeitern, die sie bei dringendem Bedarf innerhalb von sieben Tagen zusätzlich einsetzen können.

Die Angaben beruhen auf täglichen Meldungen der einzelnen Intensivstationen. Derzeit verzeichnet die Divi für Baden-Württemberg noch rund 950 Betten an Notfallreserve. Von den aktuell rund 2300 betreibbaren Intensivbetten im Land waren zuletzt rund 2100 belegt.

(dpa)

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