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Lauterbach: Haben Impfstoffmangel für das erste Quartal 2022

19:44
14.12.2021
Für die weitere Booster-Impfkampagne Anfang kommenden Jahres fehlen nach Angaben des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach ausreichende Mengen an Impfstoff. «Wir haben einen Impfstoffmangel für das erste Quartal», sagte der SPD-Politiker den ARD-Tagesthemen am Dienstagabend. Dies habe in einer vorgenommenen Impfstoff-Inventur viele überrascht. «Mich auch», sagte Lauterbach.

Der Minister arbeitet nach eigenen Worten bereits daran, den Mangel zu beseitigen. «Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen eine positive Botschaft übermitteln kann.» Bemühungen liefen über alle Kanäle, auch direkt zu den Unternehmen, es müsse aber alles EU-konform sein. «Wir müssen hier Geschwindigkeit gewinnen.»

(dpa)

Italien verlängert Corona-Notstand bis Ende März 2022

19:44
14.12.2021
Italiens Regierung hat den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. März 2022 verlängert. Das teilte der Amtssitz von Ministerpräsident Mario Draghi am Dienstag in Anschluss an ein knapp einstündiges Treffen des Ministerrates mit. Per Dekret verlängerte die Regierung die Befugnisse für den Zivilschutz und den außerordentlichen Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, der unter anderem die Impfkampagne koordiniert.

Den Notstand hatte die Vorgängerregierung des damaligen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte im Januar 2020 eingeführt. Er kann maximal zwölf Monate gelten. Damit kann die Regierung bestimmte Gremien einsetzen oder Regeln wie die Pflicht zum Tragen einer Maske beschließen.

Bis Ende März bleiben auch die Regelungen für den sogenannten Grünen Pass, also der Nachweis über einen negativen Test, eine Impfung oder eine Genesung in Kraft, wie die Regierung weiter mitteilte. Die Corona-Lage hatte sich in Italien in den vergangenen Wochen schrittweise verschlechtert. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Dienstag fast 20 700 Corona-Neuinfektionen und 120 Tote mit dem Virus.

(dpa)

Boris Johnson bringt umstrittene Corona-Maßnahmen durchs Parlament

19:43
14.12.2021
Das britische Unterhaus hat gegen großen Widerstand in den eigenen Reihen einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der hochansteckenden Omikron-Variante zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend nach einer emotionalen Debatte mit einer Mehrheit für die Maßnahmen, die eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie die besonders umstrittenen 3-G-Nachweise für Nachtclubs und Großveranstaltungen vorsehen.

Wie groß die erwartete Rebellion gegen die Pläne des Premierministers Boris Johsnon aus den eigenen Reihen ausfiel, war zunächst noch unklar. Bei der Abstimmung über die Nachweise stimmten 369 Abgeordnete dafür, 126 dagegen. Kommentatoren gingen in ersten Einschätzungen davon aus, dass es die größte Rebellion gegen Johnson seit seinem Wahlsieg im Jahr 2019 gewesen sein könnte.

Die größte Oppositionspartei Labour hatte bereits vorab ihre Zustimmung zu den Maßnahmen angekündigt, weshalb die Mehrheit als sicher galt. Allerdings kündigten Dutzende Abgeordnete der Tory-Partei lautstark an, dagegen zu stimmen. Der größte Widerstand regte sich dabei gegen die Impf- oder Testnachweise. Zeitweise war in Berichten von mehr als 80 möglichen Rebellen zu lesen. Johnson hat eine Mehrheit von 79 Stimmen im Unterhaus.

Der Premier steht nicht nur wegen der Verschärfung von Corona-Maßnahmen, sondern auch wegen mehrerer Skandale in der Kritik. So sollen im Lockdown des vergangenen Jahres in der Downing Street mehrere illegale Partys stattgefunden haben.

(dpa)

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