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20211214052028

Lauterbach will Wissenschaft in Pandemiebekämpfung enger einbinden

01:56
14.12.2021
Vor der ersten Beratung eines Corona-Expertengremiums hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bedeutung des Austausches mit Wissenschaftlern hervorgehoben.

«Politik in der Pandemie braucht wissenschaftliche Beratung», sagte der SPD-Politiker der «Rheinischen Post» (Dienstag). «Der stärkere Einbezug der Wissenschaft wird meine Arbeit prägen. Der Austausch mit den früheren Kolleginnen und Kollegen wird Basis meines Krisenmanagements und der gesamten Bundesregierung sein.»

Gerade in dieser schwierigen Phase komme der Einschätzung des Expertenrates eine ganz zentrale Rolle zu. «Um politisch entscheidungsfähig zu sein, werden wir unter anderem darüber diskutieren, wie gefährlich die neue Omikron-Variante ist, wie stark Boostern hilft und wie wir die aktuelle Welle weiter brechen», sagte Lauterbach weiter.

Das Gremium berät sich am Dienstag erstmals. Ihm gehören unter anderem Virologen und Vertreter von Intensivmedizinern und des Robert Koch-Instituts (RKI) an.

(dpa)

Grünen-Experte Dahmen mahnt Omikron-Vorsorgemaßnahmen an

01:43
14.12.2021
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen dringt auf eine umfassende Vorbereitung auf die sich ausbreitende Corona-Variante Omikron. «Omikron schlägt sich zwar noch nicht morgen in erneut steigenden Inzidenzen nieder, aber wir müssen heute bereits Vorsorge treffen», sagte Dahmen der «Rheinischen Post» (Dienstag).

Der Grünen-Politiker forderte drei konkrete Schritte - «und zwar erstens, den Abstand zwischen zweiter und dritter Impfung deutlich zu verkürzen. So erhalten wir schnell eine höhere Grundimmunisierung der Bevölkerung, die Omikron bremst, unser Gesundheitssystem schützt und Menschenleben rettet.»

Zweitens müsse ein Ablaufdatum für die Impfzertifikate festgelegt werden, «um den medizinischen Erkenntnissen zur Verringerung des Schutzes gegen eine Infektion Rechnung zu tragen». Drittens müsse die Einreiseverordnung so angepasst werden, dass eine Einreise aus einem Hochrisikogebiet nur mit einem maximal 24 Stunden alten PCR-Test möglich sei.

Dahmen mahnte: «Wir dürfen uns von sinkenden Inzidenzen nicht täuschen lassen, es gibt leider keinen Grund für Entwarnung.» Das Motto für die kommenden Tage müsse lauten: «Die dritte Impfung bis zum vierten Advent.»

(dpa)

Teichert: Ämter kommen nun etwas besser mit Corona-Melden hinterher

00:18
14.12.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen laut der Verbandschefin der Amtsärzte wieder etwas besser mit dem Übermitteln von Corona-Nachweisen hinterher.

«Ich gehe davon aus, dass sich die Meldedaten im Vergleich zu vor zwei Wochen verbessert haben», sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur.

In vielen Ämtern werde das Personal nun nur noch dafür eingesetzt, eingehende Infektionsmeldungen zu bearbeiten, dafür gebe es weniger Kontaktnachverfolgung. Auch die Unterstützung durch Bundeswehrsoldaten vielerorts habe die Lage entspannt.

Die offiziell vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Infektionszahlen sind in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken. Zu Beginn dieses Rückgangs gab es aber Hinweise darauf, dass die Entwicklung eher an überlasteten Gesundheitsämtern und Laboren lag als an einer tatsächlichen Entspannung der Lage.

Es sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, ob es einen echten Rückgang bei den Neuinfektionen gebe oder ob die Werte weiterhin stark von einer Untererfassung der nachgewiesenen Infektionen geprägt seien, sagte Teichert. «Vermutlich ist beides der Fall.»

Die Belastung der Gesundheitsämter sei nach wie vor flächendeckend hoch - auch in den Bundesländern mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen. Teichert weist darauf hin, dass lange Zeit eine Inzidenz von 50 als Obergrenze für die Belastbarkeit der Gesundheitsämter galt. Aktuell liegen selbst Bundesländer mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen bei einem Wert von weit über 100.

(dpa)

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