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Gesundheitsminister beraten Ende der Testpflicht für dreimal Geimpfte

11:06
12.12.2021
Die Gesundheitsminister der Länder wollen in der kommenden Woche über einen bundeseinheitlichen Wegfall der Corona-Testpflicht für dreimal Geimpfte beraten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereite dazu einen Vorschlag vor und wolle diesen der Gesundheitsministerkonferenz am Dienstag vorlegen, sagte ein Sprecher seines Ministeriums am Sonntag. Die Details sollten dann besprochen werden. Zuerst hatte die «Bild am Sonntag» berichtet.

Ziel ist eine Entscheidung darüber, ob es für dreimal Geimpfte künftig keine Testpflicht bei 2G-plus-Regeln (Zugang für Geimpfte und Genesene plus negativer Test) mehr geben soll. In einigen Bundesländer benötigen Menschen, die ihre Auffrischungsimpfung bereits erhalten haben, schon jetzt keinen zusätzlichen Testnachweis mehr. Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es bislang nicht.

Klaus Holetschek (CSU), Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sagte der Zeitung: «Wir Länder brauchen schnell Klarheit, ob und ab wann für dreimal Geimpfte die Testpflicht entfallen kann.» Ein Wegfall der Testpflicht sei «nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern liefert auch einen zusätzlichen Impfanreiz».

(dpa)

Thüringen jetzt einziges Bundesland mit Corona-Inzidenz über 1000

10:51
12.12.2021
Als einziges Bundesland hat Thüringen bei der Corona-Inzidenz am Sonntag über der Marke von 1000 gelegen. Das Robert Koch-Institut gab den Sieben-Tage-Wert mit 1025 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner an. In Sachsen, das zuletzt stets die bundesweit höchste Inzidenz aufgewiesen hatte, lag dieser Wert am Sonntag bei 990,5. Am Freitag und Samstag war die Inzidenz in Thüringen geringfügig gesunken, hatte aber auch über dem Wert von 1000 gelegen.

In Thüringen wurden innerhalb eines Tages 2242 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus und 16 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet. 200 schwer an Covid-19 Erkrankte wurden am Sonntag in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt.

An Wochenenden kann es zu Meldeverzögerungen kommen. Zudem sind die Gesundheitsämter schon seit Wochen überlastet und kommen mit der Erfassung neuer Fälle kaum noch hinterher.

(dpa)

Ausschreitungen bei Demos gegen Corona-Maßnahmen im Südwesten

10:36
12.12.2021
Hunderte Menschen haben in Reutlingen und Stuttgart gegen Corona-Maßnahmen demonstriert und sich dabei oftmals nicht an die geltenden Auflagen gehalten. In Reutlingen kam es zu Ausschreitungen von Teilnehmern gegen die Polizei.

An der Kundgebung in Reutlingen am Samstag unter dem Motto «Für Freiheit, Wahrheit und Selbstbestimmung» nahmen nach Angaben der Polizei rund 1500 Menschen teil. Aufforderungen zum Tragen einer Maske seien ignoriert worden, hieß es. Infolgedessen wurde die Versammlung aufgelöst.

Eine Gruppe zog laut Polizei dennoch weiter in Richtung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB). Dabei zündeten Teilnehmer des Aufzugs vereinzelt Pyrotechnik und Fackeln. Beim Versuch der Polizei, die Versammlung am ZOB zu stoppen, durchbrachen Teilnehmer nach Polizeiangaben mit Gewalt die Kette der Einsatzkräfte, so dass diese von Pfefferspray und Schlagstöcken Gebrauch machten. Im Laufe des Abends wurden mehrere Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Beamte, Beleidigung und versuchter Körperverletzung eingeleitet. Zudem wurden rund 100 Platzverweise erteilt.

Auch in Stuttgart verstießen zahlreiche Menschen am Samstag bei vier Protesten gegen die Corona-Maßnahmen gegen die Maskenpflicht. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, gab es insbesondere bei einer Versammlung am Schillerplatz Probleme bei der Einhaltung der Maßnahmen. Dort trugen Protestierende entweder keine Maske oder diese nicht korrekt. Am Rande der Demo kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern des Protests und Gegendemonstranten. Gegendemonstranten versuchten demnach, den Teilnehmern den Zugang zu der Kundgebung zu versperren.

Am Marienplatz kamen den Angaben zufolge mehrere Hundert Menschen zusammen, um eine Menschenkette zu formen. Einzelne Teilnehmer hielten sich nicht an die verordnete Pflicht zum Tragen einer Maske, so dass Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurden. Die Polizei ermittelt nun gegen zwölf Personen, unter anderem weil sie sich nicht an die Versammlungsauflagen, insbesondere die Maskenpflicht, hielten. Einzelne Demonstranten wurden laut Polizei von der Versammlung ausgeschlossen.

(dpa)

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