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Corona-Warn-App könnte über Pandemie hinaus bleiben

08:12
12.12.2021
Die zur Warnung nach Kontakt mit Infizierten entwickelte Corona-Warn-App könnte womöglich nach dem Ende der Pandemie weiter genutzt werden. «Ich befürworte, dass die Corona-Warn-App fortgeführt und bestenfalls mit den Warn-Apps NINA und Katwarn als zentrale Bund-Länder Bevölkerungsschutz-App zusammengeführt wird», sagte der SPD-Innenpolitiker Sebastian Hartmann der Deutschen Presse-Agentur.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, sagte auf Anfrage: «Wir beschäftigen uns jetzt schon mit der Frage, wie wir nach der Pandemie sinnvoll mit der Corona-Warn-App umgehen können.» Die App habe inzwischen immerhin über 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Zusammen mit den gut 10 Millionen Usern der NINA-Warn-App sei dies «für einen Bevölkerungsschützer ein unschätzbares Warnmittel für jedwede Krise».

Vor allem seit der Flutkatastrophe vom vergangenen Juli, bei der mehr als 180 Menschen ums Leben kamen, diskutieren Politiker und Fachleute darüber, wie die Warnung der Bevölkerung vor akuter Gefahr verbessert werden kann. Die Corona-Warn-App dient inzwischen unter anderem auch der Information über die lokale und bundesweite Entwicklung der Pandemie. Sie ermöglicht zudem die Speicherung von Impfnachweisen und Coronatest-Ergebnissen.

(dpa)

Menschen telefonieren in Corona-Zeiten mehr

08:11
12.12.2021
In Corona-Zeiten telefonieren die Bundesbürger nach Angaben eines Netzbetreibers deutlich länger mit dem Handy als zuvor. Hatte ein durchschnittliches Telefonat über das O2-Mobilfunknetz 2019 noch zweieinhalb Minuten gedauert, so stieg dieser Wert auf etwa 2 Minuten 50 Sekunden im Jahr 2020 und in diesem Jahr bisher auf circa drei Minuten, wie der Netzbetreiber Telefónica mit seiner Marke O2 mitteilte.

Insgesamt seien bis Anfang Dezember schon mehr als 2,1 Milliarden Stunden über das O2-Handynetz telefoniert worden - damit wurde der Vorjahreswert von 2,1 Milliarden Stunden bereits jetzt knapp übertroffen. Bis Jahresende dürfte der Wert noch deutlich steigen, weil in der Weihnachtszeit traditionell viel telefoniert wird. Nach den Erfahrungen vergangener Jahre dürfte die diesjährige Entwicklung bei den beiden anderen deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern, der Deutschen Telekom und Vodafone, wohl ähnlich gewesen sein.

Der Grund für den Anstieg der Telefonie-Stunden liegt auf der Hand: In Corona-Zeiten sind die Menschen mehr daheim als vor der Pandemie und haben daher mehr Zeit zum Telefonieren. Früher benutzten sie das Festnetztelefon, angesichts der auch im Mobilfunk längst üblichen Flatrate-Tarife greifen sie inzwischen aber auch in ihren eigenen vier Wänden zum Handy.

(dpa)

RKI registriert 32 646 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 390,9

08:10
12.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 390,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 402,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 439,2 (Vormonat: 263,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 32 646 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 42 055 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 132 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 509 863 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,71 (Donnerstag 5,75) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 5 395 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 105 638.

(dpa)

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