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Umfrage: Zwei von drei Bürgern sind wegen Corona wieder vorsichtiger

17:30
01.12.2021
Zwei von drei Bürgern verhalten sich wegen der heftigen Corona-Welle einer Umfrage zufolge wieder vorsichtiger im Alltag. Etwa 63 Prozent haben nach eigener Aussage im Privaten ihre Verhaltensweisen geändert, wie die am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Erhebung im Auftrag von RTL und ntv ergab. Mehrheitlich nichts an ihren Alltagsgewohnheiten geändert hat dagegen demnach die Gruppe der Ungeimpften (54 Prozent).

Diejenigen, die sich vorsichtiger verhalten, geben vor allem an, dass sie keine öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerte oder Weihnachtsmärkte besuchen (75 Prozent) und dass sie wieder stärker auf Hygiene- und Abstandsregeln achten (74 Prozent). 65 Prozent haben demnach private Kontakte eingeschränkt, 53 Prozent verzichten auf den Besuch von Restaurants, Kneipen oder Cafés.

Der Anteil der Bundesbürger, die bei weiter steigenden Infektionszahlen auch einen «Lockdown» einschließlich Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und eines Verbots größerer Veranstaltungen für richtig halten, liegt bei 70 Prozent. Und mittlerweile 73 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. Mehrheitlich gegen eine generelle Impfpflicht sind nur die AfD-Anhänger (65 Prozent).

(dpa)

Söder: Verstöße gegen etwaige Impfpflicht müssten bestraft werden

17:30
01.12.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren gehöre beispielsweise dazu, sagte er am Mittwoch bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg. «Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern können», so Söder.

Es müsse nun sehr viele Booster-Impfungen geben, betonte der Ministerpräsident. Ab etwa Februar sei eine allgemeine Impfpflicht vorstellbar. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom Dienstag sei fundamental gewesen und habe das Eingreifen des Staates in persönliche Rechte zum Schutz von Leben gebilligt. Auf dieser rechtlichen Basis sei auch eine Impfpflicht denkbar.

(dpa)

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