Letztes Update:
20211208115400

Verfassungsgerichtshof lässt neue bayerische Corona-Regeln in Kraft

11:53
08.12.2021
Die im Dezember noch einmal deutlich verschärften bayerischen Corona-Regeln bleiben unverändert in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung ab, einzelne Vorschriften der bayerischen Corona-Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Es sei zudem «nicht davon auszugehen, dass die Popularklage im Hinblick auf die aktuell geltenden Vorschriften in der Hauptsache erfolgreich sein wird», teilte das Gericht mit.

Der Antragsteller hatte unter anderem eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Nicht-Geimpften beklagt und die Corona-Regeln gleich reihenweise außer Vollzug setzen lassen wollen: etwa das Verbot von Weihnachtsmärkten oder die 2G- und 2G-plus-Regelungen.

Das höchste bayerische Gericht wies sämtliche Forderungen zurück: Es sei nicht ersichtlich, dass die Staatsregierung die Spielräume im Bundesinfektionsschutzgesetz überschritten habe oder unter Verletzung von Grundrechten der Bayerischen Verfassung gehandelt habe. Die Richter verwiesen dabei auf die zugespitzte Corona-Lage in Bayern.

(dpa)

St.-Pauli-Stürmer Makienok nach positivem Test in Quarantäne

11:49
08.12.2021
Zweitliga-Tabellenführer FC St. Pauli meldet den nächsten Corona-Fall. Nach Cheftrainer Timo Schultz und Torwartcoach Mathias Hain ist auch Stürmer Simon Makienok positiv auf das Virus getestet worden. Das teilte der Fußballverein am Mittwoch mit. Der 31 Jahre alte Däne hatte sich nach Angaben des Clubs aufgrund von Krankheitssymptomen am Dienstagmorgen isoliert und einem PCR-Test unterzogen - dieser fiel positiv aus. Makienok ist demnach in häusliche Quarantäne gegangen und steht der Mannschaft mindestens zwei Wochen nicht zur Verfügung.

(dpa)

Weltgrößter Corona-Impfstoffhersteller halbiert Produktion

10:46
08.12.2021
Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute mit Sitz in Indien will seine Astrazeneca-Produktion um mindestens die Hälfte reduzieren.

Grund sei, dass die Indiens Regierung keine neuen Bestellungen aufgegeben habe, sagte Firmenchef Adar Poonawalla dem indischen TV-Sender CNBC-TV18.

Gleichzeitig kämen Bestellungen der internationalen Impfstoffinitiative Covax nur langsam herein. Derzeit produziere seine Firma pro Monat 250 Millionen Dosen Astrazeneca, das in Indien unter dem Namen Covishield vertrieben wird.

Das Serum Institute war Anfang Jahr als Hauptlieferant für die Impfstoffinitiative Covax vorgesehen, die dafür sorgen möchte, dass auch ärmere Länder an Impfstoff kommen. Poonawallas Firma lieferte dann zunächst auch Millionen Dosen ins Ausland - via Covax oder direkt an Länder. Aber als Indien im Frühjahr von einer heftigen Corona-Welle überrollt wurde, stoppte die indische Regierung den Export und ließ ihn erst kürzlich erst wieder zu. In der Zwischenzeit mussten viele ärmere Länder Alternativen finden.

In Indien haben rund 60 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdose erhalten - die meisten den Impfstoff vom Serum Institute. Die Corona-Zahlen sind seit dem Ende der heftigen Welle im Frühling seit Monaten sehr gering - auch wenn sich viele nicht mehr an Corona-Regeln halten. Antikörper-Studien zeigen, dass die meisten der mehr als 1,3 Milliarden Menschen im Land Antikörper haben - entweder wegen der Impfung oder der durchgemachten Krankheit. Die indische Regierung hat noch keine Pläne zu Booster-Impfungen angekündet.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden