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20211208085041

Wegen Corona-Krise weiter Steuer-Stundungen möglich

08:50
08.12.2021
Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie können Firmen und andere Steuerzahler weiterhin eine Stundung beantragen, ihre Steuern also später zahlen. Eine entsprechende Ausnahmeregelung sei verlängert worden, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit.

Steuern, die eigentlich zum 31. Januar fällig wären, könnten damit bis zum 31. März gestundet werden, wenn man «unmittelbar und nicht unerheblich» wirtschaftlich von der Krise betroffen sei. Auch Ratenzahlungen bis zum 30. Juni sind dem Schreiben zufolge möglich.

Begründet wird die Verlängerung mit weiterhin beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden durch das Coronavirus. Die Stundungen sollten «unbillige Härten» vermeiden helfen. Nachweise, wie stark man von der Krise betroffen ist, sollten nicht allzu streng kontrolliert werden. Auch Vollstreckungen sollen bis Ende März ausgesetzt werden, außerdem können Vorauszahlungen für Einkommen- und Körperschaftsteuer nach unten angepasst werden.

(dpa)

Fast eine Million Impfungen am Dienstag - 15,6 Millionen geboostert

08:49
08.12.2021
In Deutschland haben mittlerweile 15,6 Millionen Menschen eine zusätzliche Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Das entspricht 18,7 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht. Demnach sind allein am Dienstag 833 000 Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Insgesamt gab es am Dienstag 973 000 Impfungen gegen das Virus.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben 57,5 Millionen Menschen (69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung). Mindestens eine erste Impfung haben 60,0 Millionen Menschen (72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) bekommen. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 84,1 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 80,8 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 61,3 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 58,6 Prozent.

(dpa)

Corona-Teststationen im Dauerstress - Personal gesucht

04:53
08.12.2021
Testen, testen und kein Ende in Sicht: Betreiber der Corona-Teststationen in Baden-Württemberg rechnen mit einem Ansturm vor den Feiertagen. Schon jetzt stoßen die Kapazitäten mitunter an ihre Grenzen.

«Wir haben aktuell 120 Mitarbeiter und würden gerne weitere 50 einstellen, aber es findet sich aktuell kein Personal», teilte ein Sprecher von Little Pinguin Medi & Secure Services in Öhringen mit. Der Anbieter betreibt neun Schnelltestzentren im Raum Hohenlohe.

Wegen der momentan sehr hohen Nachfrage könnte nahezu 24 Stunden am Tag getestet werden, so der Sprecher. Weil alle Mitarbeiter bereits am Limit laufen, ist der Betreiber froh, die Schichten überhaupt besetzt zu bekommen. Viele Menschen fragten schon nach den Öffnungszeiten an den Feiertagen. Geplant ist, dann alle Teststellen vormittags geöffnet zu haben.

Die Gemeinsam neue Wege GmbH hat im Raum Ravensburg allein vergangene Woche acht neue Stationen eröffnet. Nach Angaben eines Sprechers soll im Hinblick auf die Feiertage das Angebot an PCR-Tests ausgeweitet werden. Der Betreiber rechnet mit sehr vielen Urlaubern, die einen PCR-Test für die Einreise in bestimmte Länder und für Flugreisen brauchen. Andererseits hätten über Weihnachten die meisten Arbeitnehmer Urlaub - und bräuchten dann keinen Test für den Arbeitsplatz.

Nach Angaben des Landesapothekerverbands bietet jede vierte Apotheke in Baden-Württemberg in ihren Räumlichkeiten Tests an: also 600 der 2400 Apotheken. Die Nachfrage sei auch dort sehr hoch - mit einem signifikanten Nachlassen sei im Moment nicht zu rechen, so ein Sprecher. Es sei nicht davon auszugehen, dass die testenden Apotheken an den Weihnachtsfeiertagen durchgängig geöffnet seien. Die an den Feiertagen Notdienst-leistenden Apotheken hätten eher keine Möglichkeit, zusätzlich zur Notdienstversorgung mit Arzneimitteln auch noch Tests anzubieten. Inwieweit testende Apotheken ihr Testangebot über die Feiertage anbieten könnten, liege in der Entscheidung des jeweiligen Inhabers.

«Absolut nicht planbar» ist nach Angaben eines Sprechers die Nachfrage am Testzentrum Mannheim-Neckarau. Nachdem die Landesregierung die Testpflicht bei 2G Plus teils wieder zurückgenommen hat, seien am Dienstag die Testzahlen rapide gesunken. «Die Leute lassen sich nur testen, wenn sie müssen», so der Sprecher. Menschen, die sich etwa vor einem Kaffeetreffen mit der Oma freiwillig absichern wollten, seien die Ausnahme.

(dpa)

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