Letztes Update:
20211201130046

Gelber Impfpass reicht seit Mittwoch nicht mehr - positive Resonanz

12:59
01.12.2021
Fast alle mit digitalem Impfnachweis - der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) hat am Vormittag mehrere hundert Fahrgäste kontrolliert und zog eine positive Bilanz. Rund 99 Prozent hätten die Nachweise digital dabei gehabt. Seit Mittwoch reicht in Baden-Württemberg das gelbe Impfbuch in allen Bereichen, in denen der Nachweis des Corona-Impfstatus nötig ist, nicht mehr aus. «Wir waren erstaunt und überrascht, dass auch sehr betagte Menschen ihr Smartphone mit den entsprechenden Apps parat hatten», sagte ein KVV-Sprecher. Auch ausgedruckt in Papierform können Menschen ihren QR-Code vorzeigen, der dann ausgelesen werden kann.

Der Landesseniorenrat begrüßte die Regelung insgesamt: «Die Idee ist gut, denn damit wird versucht, etwas gegen Impfpassfälschung zu tun, die ein großes Ärgernis ist», sagte der Vorsitzende Eckart Hammer. Außerdem brauche man ja nicht zwingend ein Smartphone. «Es ist höchstens eine kleine Zumutung, weil die Senioren, die noch keinen QR-Code für die Impfung haben, sich jetzt auf den Weg zu Apothekern oder Ärzten machen müssen, um den digitalen Nachweis zu bekommen.»

Der Landesapothekerverband (LAV) wies darauf hin, dass 95 Prozent der Apotheken solche Zertifikate erstellten. Seitdem es diese Möglichkeit gibt, seien bundesweit bereits rund 55 Millionen solcher digitalen Nachweise gefertigt worden - die meisten Bürger hätten also bereits einen. «Die Nachfrage wird nun zwar hochgehen, aber es werden sich keine Schlangen bilden», sagte der stellvertretende LAV-Geschäftsführer Frank Eickmann.

Der QR-Code steht auf dem Impfzertifikat. Man erhält es direkt bei der Impfung ausgedruckt oder bei Vorlage des gelben Impfpasses in der Apotheke. Der Code kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingelesen werden. Menschen, die kein Smartphone haben, können den Ausdruck in Papierform vorzeigen.

(dpa/lsw)

RKI registriert 67 186 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,9

12:49
01.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Allerdings wies die Verbandschefin der Amtsärzte darauf hin, dass viele Gesundheitsämter derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen nicht mehr hinterherkämen.

«Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind», sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsämter können demnach - mit regionalen Unterschieden - eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge.

Vor einer Woche hatte der Inzidenz-Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67 186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66 884 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 903 999 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,73 an (Montag: mit 5,52). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 4 937 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101 790.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden