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SPD und FDP fordern: Lucha sollte kein Corona-Manager mehr sein

15:14
07.12.2021
Nach der scharfen Kritik am Hin und Her bei den Corona-Ausnahmeregelungen fordert die Opposition, Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) die Zuständigkeit für das Corona-Management zu entziehen. Einen entsprechenden Antrag brachten SPD und FDP in der Sondersitzung des Landtags am Dienstagnachmittag gegen die grün-schwarze Mehrheit der Abgeordneten im Plenum ein.

SPD-Fraktionschef Andreas Stoch sagte im Parlament: «Wir brauchen in dieser Lage endlich ein Corona-Management, das liefert und nicht labert.» Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) müsse das Krisenmanagement endlich zur «Chefsache» machen, weil das Sozialministerium «kläglich» daran scheitere. Als Beispiel nannte er das Hin und Her bei den Corona-Regeln am Wochenende. «Chaos, Chaos, Chaos», rief Stoch.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz räumte ein, dass es am Wochenende Verwirrung um die Testpflicht für Geimpfte und Genesene gegeben habe. Die Generalkritik von Stoch wies er aber zurück: «Viel Geschrei, wenig Substanz», sagte Schwarz. Die Vorwürfe gegen das Ministerium seien «hanebüchen» und eine «unnötige Skandalisierung». Die Pandemie eigne sich nicht für Parteipolitik.

Im Antrag von SPD und FDP heißt es: «Die Kommunikation der Corona-Verordnung der Landesregierung ist katastrophal und sorgt für erhebliche Verärgerung in Baden-Württemberg.» Lucha habe seit Beginn der Pandemie wiederholt bewiesen, dass er und sein Haus mit der Koordinierung der Corona-Maßnahmen überfordert seien. «Es ist offenkundig, dass der bisherige Verantwortliche für die Corona-Politik mit dieser Aufgabe überfordert ist und deshalb von dieser zu entbinden», heißt weiter. Zuerst hatte die «Heilbronner Stimme» über den Antrag berichtet.

Stoch hatte bereits Ende des vergangenen Jahres gefordert, das Corona-Management des Landes nicht weiter vom Sozialministerium steuern zu lassen.

(dpa)

Omikron wohl spätestens im Januar dominant in Norwegen

14:58
07.12.2021
Norwegische Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Omikron-Variante des Coronavirus schon kurz nach dem Jahreswechsel in ihrem Land vorherrschen wird. «Es ist wahrscheinlich, dass die Omikron-Variante eine größere Ausbreitungsfähigkeit als die Delta-Variante besitzt und spätestens im Januar 2022 in Norwegen dominant geworden ist», schrieb das staatliche Gesundheitsinstitut FHI in einer am Dienstag veröffentlichten aktualisierten Risikobewertung. Bereits jetzt steige die Krankheitslast schnell, Omikron werde diese Entwicklung im Laufe des Dezembers und Januars voraussichtlich verstärken und eine Welle mit einer erheblichen Krankheitslast auslösen. Die Lage sei ernst.

Das FHI wies darauf hin, dass es vorläufig weiterhin Unsicherheiten zu den Eigenschaften und Wirkungen der Virus-Variante gebe. Es sei jedoch wenig wahrscheinlich, dass Omikron häufiger ernsthafte Erkrankungen bei Geimpften verursachen könne - «vielleicht» sorge sie gar für weniger ernsthafte Erkrankungen. Darüber hinaus rechne man damit, dass Impfungen unabhängig von der Variante einen hohen Grad an Schutz gegen schwere Erkrankungen liefern.

Auch südafrikanische Wissenschaftler hatten am vergangenen Freitag auf erste, wissenschaftlich noch nicht fundierte Erkenntnisse verwiesen, wonach die neue Coronavariante Omikron hochansteckend, aber relativ milde im Verlauf sein könnte. Zudem sind auch sehr junge Kinder nun wohl stärker betroffen. Die Experten mahnten aber, dass es noch zu früh sei, aus den bisher vorhandenen Daten einiger weniger Krankenhäuser wissenschaftlich fundierte Schlüsse zu ziehen. Laut Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla gibt es trotz zunehmender Behandlungen im Krankenhaus bisher keine Engpässe in den Kliniken.

(dpa)

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