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20211207125928

RKI registriert 36 059 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 432,2

12:58
07.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36 059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45 753 Ansteckungen.

Zu beachten ist, dass aus Sachsen im Laufe des Montags mit 949 Fällen auffallend wenig Infektionen gemeldet wurden (Vorwochen-Wert: 6627). Laut sächsischem Sozialministerium gab es Probleme bei der Datenübermittlung. Der niedrige Sachsen-Wert dürfte also die vom RKI veröffentlichten gesamtdeutschen Zahlen verzerren.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 222 020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 5 170 400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103 520.

(dpa)

AfD steht zu friedlichem Protest - Distanzierung von «Freien Sachsen»

12:58
07.12.2021
Die AfD hat das Recht zu friedlichem Protest gegen staatliche Corona-Maßnahmen auch in Zeiten der Pandemie betont. «Das Recht, friedlich zu demonstrieren, ist eines der höchsten Rechtsgüter einer Demokratie», erklärte der sächsische Partei- und Fraktionschef Jörg Urban am Dienstag in Dresden. Die in der aktuellen Notfall-Verordnung Sachsens formulierte Beschränkung von Versammlungen auf zehn Personen bezeichnete er als «willkürliche Einschränkung des Demonstrationsrechts». Viele Bürger würden so in die Illegitimität getrieben.

«Das eingeschränkte Demonstrationsrecht ist auch mit medizinischen Gründen nicht zu erklären. Führende Aerosol-Forscher haben immer wieder betont, dass die Ansteckungsgefahr im Freien gegen Null tendiert», betonte Urban. Man solidarisiere sich mit friedlichen Demonstranten. Unter ihnen seien auch viele AfD-Anhänger.

Zugleich ging die AfD auf Distanz zu den rechtsextremen «Freien Sachsen», die nach Einschätzung von Polizei und Verfassungsschutz immer wieder für die Corona-Proteste in Sachsen mobilisieren. Die «Freien Sachsen» stünden wegen ihrer führenden Köpfe auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD, hieß es.

(dpa)

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