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20211207105318

EU-Delegation: Südkorea soll Impfnachweis aus dem Ausland anerkennen

06:36
07.12.2021
Eine strengere Regelung in Südkorea für den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung bei Ausländern hat bei der EU-Delegation und weiteren Botschaften für Irritation gesorgt.

Sie riefen die Regierung auf, den Nachweis bei ausländischen Staatsbürgern auch dann anzuerkennen, wenn sie außerhalb Südkoreas vollständig mit anerkannten Vakzinen geimpft wurden. «Sie sollten die gleichen Zugangsrechte für öffentliche Einrichtungen haben wie südkoreanische Staatsbürger, die im Ausland vollständig geimpft wurden», twitterte die EU-Delegation in Südkorea am Dienstag.

Gleiche Aufrufe gab es auch von Botschaften Großbritanniens, der USA, Neuseelands und anderer Länder.

Im Gegensatz zu Ausländern, die keine Ausnahme von den Quarantäne-Regelungen haben, erkennen die Behörden den Impfstatus von im Ausland geimpften Südkoreanern an. Damit ist es betroffenen ausländischen Besuchern in der Regel nicht möglich, Restaurants, Cafés, Kinos oder andere Orte zu besuchen, wo ein Nachweis verlangt wird. Wie viele betroffen sind, ist unklar.

Südkorea hatte am Montag strengere Corona-Regeln eingeführt, um den Anstieg der Infektionszahlen und die Ausbreitung der neuen Virusvariante Omikron besser kontrollieren zu können. So dürfen in der am stärksten betroffenen Hauptstadt Seoul und Umgebung nur bis zu sechs Menschen für private Treffen zusammenkommen. Südkorea ist bisher im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen.

Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 4954 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 482 310.

(dpa)

RKI registriert 36 059 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 432,2

06:01
07.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36 059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45 753 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 222 020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 5 170 400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103 520.

(dpa)

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