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20211206101649

Kultusministerin will Weihnachtsferien in Schulen nicht vorziehen

10:17
06.12.2021
Kultusministerin Theresa Schopper will trotz der verschärften Corona-Lage keine früheren Weihnachtsferien für die Schulen im Land. «Wir wollen die Weihnachtsferien Stand heute nicht vorziehen», sagte die Grünen-Politikerin im SWR (Montag). Man könne die Kinder nicht einfach drei Tage eher nach Hause schicken, denn dann müsse ein Elternteil drei Tage eher Urlaub nehmen. «Stellen Sie sich vor, Sie sind Verkäuferin im Rewe oder in einem anderen Einzelhandelsgeschäft, das ist die Zeit, wo der Bär steppt», sagte Schopper. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Wochenende erklärt, Schulen würden erst geschlossen, «wenn gar nichts anderes mehr geht, bei Inzidenzen, wie wir sie in Sachsen haben, bei etwa 2000». Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit im Südwesten bei 533.

Heiligabend ist in diesem Jahr an einem Freitag. Der letzte Schultag fällt im Südwesten regulär auf den Mittwoch davor. Andere Bundesländer wie Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben schon beschlossen, ihre Ferien ein paar Tage früher beginnen zu lassen. Auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt vorgezogene Weihnachtsferien. Im vergangenen Jahr wurde für die Schulen im Südwesten eine Woche vor Weihnachten ein Corona-Lockdown verhängt, der für viele Schülerinnen und Schüler erst im Mai endete.

(dpa)

Fast 14 Millionen Menschen mit Corona-«Booster»

09:38
06.12.2021
Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen 13,9 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Das entspricht 16,7 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Insgesamt wurden am Wochenende rund 942 000 Impfungen vorgenommen, 738 000 am Samstag und 204 000 am Sonntag.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,4 Millionen Menschen oder 69,0 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,9 Millionen Menschen oder 72,0 Prozent aller Einwohner erhalten.

Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

(dpa)

Sprachinstitut präsentiert neue Wörter rund um die Corona-Pandemie

09:08
06.12.2021
Das Jahr 2021 hat sprachlich gesehen im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) stellte am Montag neue Wörter rund um Corona vor, die in sein Neologismenwörterbuch einziehen könnten, wenn sie weiterhin im Sprachgebrauch sind. Neologismen sind bereits bestehende Wörter, die in einem anderen Kontext umgedeutet werden, Wortschöpfungen oder Anglizismen, die häufig genutzt werden.

Rund 2000 Beiträge haben die IDS-Experten von «Abflachen der Kurve» bis zum «Zweitimpfling» im Bereich der Pandemie bereits zusammengestellt. Letzterer ist «eine Person, die sich durch wiederholte Vakzination gegen einen bestimmten Erreger vollständig immunisieren lässt». Ein Abflachen der Kurve wünscht man sich bei steigenden Corona-Infektionszahlen. Gute Aussichten, rasch in das Wörterbuch einzuziehen, hat die neue Corona-Variante Omikron.

Auch aktuelle Trends, etwa bei Ernährung und Mode, bestimmen den Zugang neuer Wörter: Wer sich«rohvegan» ernährt, isst nur nicht erhitzte Nahrungsmittel und verzichtet auf tierische Produkte. Zur etwa bei Schauspieler Brad Pitt beliebten Haarmode gehört der «Männerdutt», der aus längeren Haaren lässig am Hinterkopf befestigt wird.

Auch zentrale gesellschaftliche Debatten zum Beispiel um die künftige Mobilität und technische Innovationen hinterlassen Spuren in unserem Wortschatz. Nach diesen suchen die Wissenschaftler in umfangreichen Textsammlungen. Sind die Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen, werden sie in die Sammlung des IDS aufgenommen, verschwinden aber daraus auch wieder, wenn sie nicht mehr benutzt werden. Die Mannheimer Linguistin Annette Klosa-Kückelhaus betont: «Ich fände es super, wenn wir mal Corona-Begriffe verlieren würden».

(dpa)

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