Letztes Update:
20211108180124

Diakonie fordert Impfpflicht in Pflegeheimen und Kliniken

18:01
08.11.2021
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert eine vorübergehende Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen und im Gesundheitswesen. Für besonders gefährdete Menschen sei ein Zögern von Politik und Behörden lebensgefährlich, sagte Lilie am Montag in Berlin. «Alle Beschäftigten, die in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen Kontakt mit Patientinnen und Patienten haben, müssen geimpft sein.» Dies gelte auch für Ärzte und Ärztinnen, für Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie die Dienstleister in den Einrichtungen. «Der Gesetzgeber sollte diese begrenzte Impflicht für den Ausnahmefall der Pandemie jetzt zur Regel machen.» Unter dem Dach der Diakonie arbeiten 6395 Altenhilfeeinrichtungen mit fast 200 000 Plätzen, darunter knapp 3000 Heime.

Lilie begrüßte, dass SPD, Grüne und FDP die Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen ausweiten wollten. Diese bräuchten aber erneut Hilfe etwa von der Bundeswehr für die Organisation der Tests. «Die geschäftsführende Bundesregierung muss dafür grünes Licht geben.»

(dpa)

Biontech legt Zahlen zum dritten Quartal vor

18:00
08.11.2021
Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech stellt am Dienstag die Ergebnisse seines Geschäfts im dritten Quartal vor. Investoren und Öffentlichkeit sollen in einer Analystenkonferenz (14.00 Uhr) über neue Entwicklungen informiert werden. Im zweiten Quartal war der Nettogewinn des Mainzer Unternehmens dank der großen Nachfrage nach dem gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer produzierten Impfstoff auf knapp 2,8 Milliarden Euro gestiegen - nach einem Verlust von 88,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für die ersten sechs Monate belief sich der Überschuss auf gut 3,9 Milliarden Euro nach einem Verlust von knapp 142 Millionen Euro im Vorjahr.

Mit dieser Entwicklung im Rücken hatte Biontech bei der Vorlage der Zahlen fürs zweite Quartal seine Prognose für den Impfstoffumsatz auf 15,9 Milliarden Euro hochgeschraubt. Drei Monate zuvor war das Unternehmen noch von 12,4 Milliarden Euro ausgegangen. An diesem Tag, dem 9. August, erreichte der Höhenflug der an der New Yorker Nasdaq gehandelten Biontech-Aktie mit fast 450 Dollar seinen vorläufigen Höhepunkt. Zuletzt notierte das Papier deutlich niedriger.

(dpa)

Corona-Alarmstufe rückt immer näher

16:22
08.11.2021
Mit großen Schritten nähert sich die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen im Südwesten dem Grenzwert für die sogenannte Alarmstufe: Am Montag waren es 347 nach Angaben des Landesgesundheitsamts - 24 mehr als am Vortag. Die Alarmstufen-Marke beträgt 390. Wird diese Zahl an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Bei Erreichen der Alarmstufe sieht die Corona-Verordnung landesweit die 2G-Regel etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Viele ungeimpfte Menschen hätten dann in vielen Bereichen keine Möglichkeit mehr, am öffentlichen Leben teilzunehmen - denn ein Nachweis aktueller PCR- oder Antigentests reicht dann in vielen Fällen nicht mehr. Ausnahmen würden unter anderem für Kinder und Schwangere sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, gelten.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag (Stand 16.00 Uhr) bei 4,9 nach 4,32 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen betrug 256,8 und war damit im Vergleich zum Vortag (235,1) gestiegen. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 3415 auf 666 565. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 11 126 Menschen im Südwesten gestorben - das sind 24 mehr als am Vortag. Schätzungen zufolge gelten 604 154 Menschen als genesen (plus 1920).

Nach Daten des Robert Koch-Instituts sind 7 241 018 Menschen im Südwesten vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 65,2 Prozent. Einmal geimpft sind 7 428 695 Personen oder 66,9 Prozent. Allerdings wird vermutet, dass die tatsächlichen Zahlen höher liegen.

(dpa)

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