Letztes Update:
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Schweriner Minister kündigt Reaktivierung der Impfzentren an

15:31
04.11.2021
Mecklenburg-Vorpommern Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) will als Reaktion auf die rapide steigenden Corona-Zahlen und die ausstehenden Auffrischungsimpfungen stillgelegte Impfzentren reaktivieren. «Die Impfzentren müssen wohl wieder ans Netz. Und das muss zügig passieren», sagte Glawe am Donnerstag bei NDR MV Live.

In den landesweit zwölf Impfzentren hatten Hunderttausende Mecklenburger und Vorpommern seit Jahresbeginn ihre Corona-Impfungen erhalten. Weil die Nachfrage im Sommer dann massiv zurückgegangen war und Hausärzte den Bedarf decken konnten, waren die teuren Zentren im September geschlossen und zumeist nur noch als Stützpunkte für die mobilen Impfteams genutzt worden.

Nach Glawes Worten wird «mit großer Sicherheit» auch die erst zu Wochenbeginn vom Netz genommene Impfhotline des Landes wieder frei geschaltet. Über die Hotline sollen Termine für Drittimpfungen vergeben werden. Vor Impfstützpunkten, die nur noch zu bestimmten Zeiten und ohne Anmeldung Impfungen anbieten, hatten sich bereits lange Schlangen von Senioren gebildet.

(dpa)

Minister Holetschek vorerst gegen Impfpflicht in Pflegeheimen

14:58
04.11.2021
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich vorerst gegen eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Pflegeheimen ausgesprochen. «Wir haben uns im Moment noch darauf verständigt, gerade in Bayern, dass es keine Impfpflicht gibt - und dabei bleibt es jetzt auch», sagte Holetschek zum Auftakt der zweitägigen Gesundheitsministerkonferenz in Lindau am Bodensee. Man werde die Lage aber «weiter genau beobachten».

Statt einer Impfpflicht solle nun die Testpflicht in den Einrichtungen für Besucher und Mitarbeiter ausgeweitet werden, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Demnach sollen sich auch Geimpfte und Genesene regelmäßig testen lassen müssen. «Impfen ist nach wie vor freiwillig», betonte Holetschek. «Ich sage aber auch: Impfen ist keine Privatsache.»

Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hatte vor Beginn der Konferenz eine Impfpflicht in Pflegeheimen gefordert. «Nachdem wir lange auf Appelle und die Einsicht der Menschen gesetzt haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, eine Impfpflicht für Beschäftigte in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheits- oder dem Erziehungs- und Bildungswesen zu fordern», hatte Lucha der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag gesagt.

(dpa)

Moderna senkt Impfstoff-Absatzziel - Aktie bricht ein

12:58
04.11.2021
Die US-Biotechfirma Moderna rechnet dieses Jahr mit einem deutlich geringeren Absatz ihres Corona-Impfstoffs. Das Unternehmen kappte die Prognose auf Basis seiner bereits getroffenen Verkaufsvereinbarungen am Donnerstag auf 15 Milliarden bis 18 Milliarden Dollar. Zuvor hatte sie bei rund 20 Milliarden Dollar (rund 17,3 Mrd Euro) gelegen. Die Aktie brach vorbörslich um über zehn Prozent ein.

Moderna machte längere Lieferzeiten beim internationalen Versand und vorübergehende Produktionsengpässe wegen des Ausbaus von Kapazitäten für den schwächeren Ausblick verantwortlich. US-Rivale Pfizer hatte seine Jahresziele hingegen jüngst weiter erhöht. Die Umsatzprognose für das mit dem deutschen Partner Biontech entwickelte Corona-Vakzin wurde dabei von 33,5 Milliarden auf 36 Milliarden Dollar angehoben.

Moderna verdient am Impfstoff-Geschäft allerdings weiter prächtig. In den drei Monaten bis Ende September betrug der Gewinn unterm Strich 3,3 Milliarden Dollar (2,9 Mrd Euro), wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten einen Verlust von 233 Millionen Dollar verursacht. Modernas Erlöse kletterten gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 157 Millionen auf 5,0 Milliarden Dollar.

(dpa)

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