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Slowakei geht in zweiwöchigen Corona-Lockdown

16:34
24.11.2021
Die slowakische Regierung hat einen landesweiten Lockdown für zwei Wochen ab Donnerstag beschlossen. Das gab Vize-Regierungschef Richard Sulik nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch bekannt. Entgegen früheren Plänen gebe es dabei keine Ausnahmeregeln für Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, sagte der Minister der Nachrichtenagentur TASR.

Offen bleiben sollen nach den Regierungsplänen hingegen die Schulen. Die Bedingung dafür sind regelmäßige Corona-Tests, wie Sulik erklärte. Auch der Weg zur Arbeit bleibt weiterhin möglich, es wird aber eine Testpflicht ab kommenden Montag (29. 11.) geben. Geschlossen werden nach Suliks Worten jedoch alle Restaurants und Geschäfte mit Ausnahme von jenen, die für Lebensmittel und andere Grundbedürfnisse unverzichtbar sind.

Die Slowakei hat am Mittwoch zum ersten Mal die Marke von mehr als 10 000 bestätigten Corona-Neuinfektionen an einem Tag überschritten. Insgesamt meldeten die Gesundheitsbehörden in Bratislava 10 315 neue Fälle in dem 5,5 Millionen Einwohner zählenden EU-Staat - in Deutschland würde das im Verhältnis mehr als 150 000 Neuinfektionen entsprechen.

Dass die Schulen entgegen einer Empfehlung des nationalen Expertenrats grundsätzlich offen bleiben, habe seine Partei durch Androhung eines Vetos innerhalb der Koalition durchgesetzt, erklärte Sulik. Seine Partei stellt auch den Bildungsminister.

(dpa)

WHO: Weitere Corona-Wellen durch Umsicht vermeiden

16:32
24.11.2021
Zur Vermeidung weiterer Corona-Wellen ist es aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entscheidend, dass Vorsichtsmaßnahmen nur langsam aufgehoben werden.

«Wenn man alle Maßnahmen auf einmal aufhebt, wird das Virus wiederaufleben», sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch in Genf. Statt Lockdowns seien die von Anfang an propagierten Hygieneregeln wie Händewaschen, Maskentragen und gewisse soziale Distanz wichtig.

Die WHO sprach sich trotz der aktuell vielen Corona-Fälle unter Kindern und Jugendlichen erneut gegen die voreilige Schließung von Schulen aus. «Schulen sollten als letztes geschlossen und als erstes wieder geöffnet werden», sagte die WHO-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan.

Viele Staaten stagnierten noch bei einer Impfquote von 50 bis 60 Prozent, kritisierte die WHO. «Wir müssen hier wirklich Fortschritte machen», sagte Swaminathan. Es gehe darum, genau zu wissen, wer aus welchen Gründen nicht geimpft sei, so WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan. «Wir müssen weg von den rohen Prozentzahlen, und hin zu denen, die bisher nicht erreicht wurden.»

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wies darauf hin, dass 60 Prozent aller neuen Corona-Infektionen derzeit in Europa verzeichnet würden. Allerdings bedeute das keine Entwarnung für andere Kontinente. «Kein Land und keine Region ist über den Berg», sagte Tedros.

Laut WHO sind inzwischen weltweit 257 Millionen Corona-Infektionen registriert worden, an oder mit Corona sind 5,16 Millionen Menschen gestorben.

(dpa)

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