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Aschenbrödel nach Corona-Pause wieder in Schloss Moritzburg

11:18
04.11.2021
Nach unfreiwilliger Pause wegen der Corona-Pandemie soll das Aschenbrödel kurz vor dem ersten Advent ins Schloss Moritzburg zurückkehren. Die traditionelle Ausstellung «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» öffnet am 20. November mit Hygienekonzept und der dann für den Besuch von Kultureinrichtungen geltenden 2-G-Regelung. «Es ist die Schau, die wir kennen, mit mehr Kostümen und Requisiten», sagte ein Sprecher der staatlichen Schlösserverwaltung am Donnerstag in Dresden.

Aus dem Fundus der Barrandov-Studios in Prag sowie Potsdam-Babelsberg kämen etwa 20 Kostüme, darunter das Original-Hochzeitskleid aus dem Film. «Und zum ersten Mal ist der Reitsattel vom Aschenbrödel zu sehen.» Ein Special widmet sich in fünf weiteren Räumen Leben und Karriere der im Juni gestorbenen tschechischen Schauspielerin Libuse Safrankova (1953-2021), die für viele Menschen immer das zauberhafte Mädchen Aschenbrödel blieb.

Das barocke Jagdschloss war ein Drehort der deutsch-tschechischen Koproduktion «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» von 1972/1973. Seit 2011 können Fans und Besucher dort im Winter in die Szenerie des Märchenfilms eintauchen, der zum Kult wurde und fest zum Weihnachts-TV-Programm gehört - von der Küche der Stiefmutter, wo Täubchen «die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen» picken, durch den Stall von Aschenbrödels Pferd Nikolaus bis zum Ballsaal. Mehr als eine Million Menschen haben die Präsentation besucht.

(dpa)

Corona-Hotspot in Bayern: Landkreis Miesbach mit Inzidenz über 700

11:18
04.11.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im bayerischen Corona-Hotspot Miesbach steigt weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete am Donnerstag in dem Landkreis einen Wert von 715,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche und damit einen bundesweiten Höchstwert. Insgesamt fünf bayerische Landkreise haben laut RKI eine Inzidenz von 500 überschritten, der landesweite Schnitt liegt mit 234,8 weit über dem Bundesdurchschnitt von 154,5. Als ein Grund gilt in den Krankenhäusern die unterdurchschnittliche Impfquote in Süddeutschland. In Norddeutschland sind die Impfquoten höher, dort ist auch die Lage in den Krankenhäusern derzeit weniger kritisch.

Bayern hatte am Mittwoch wegen des raschen Anstiegs der Infektionszahlen eine Verschärfung der Hygienevorschriften beschlossen: Unter anderem müssen ab 8. November Schülerinnen und Schüler wieder Masken in den Schulgebäuden tragen.

Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser sind laut Divi-Intensivregister über 90 Prozent der Betten belegt. Derzeit liegen demnach 513 Covid-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen. Das waren fast 60 mehr als noch am Dienstag. Das Robert Koch-Institut meldete zudem 38 neue Todesfälle im Freistaat.

(dpa)

Biontech will Vorwürfe wegen Impfstoffstudie prüfen

10:26
04.11.2021
Biontech will Berichten aus den USA über Unregelmäßigkeiten bei einer Studie zu dem gemeinsam mit dem Partner Pfizer hergestellten Corona-Impfstoff nachgehen. «Die sorgfältige Umsetzung und Datenerhebung in klinischen Studien hat für Biontech höchste Priorität», sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Mainzer Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur. «Wir nehmen Aussagen, wie die im Artikel gemachten, ernst und prüfen sie umgehend nach der Kenntnisnahme.» Das Fachmagazin «British Medical Journal» («The BMJ») hatte über Unregelmäßigkeiten und Fehler bei der Studie berichtet.

Hintergrund sind Angaben einer Whistleblowerin (Hinweisgeberin) gegenüber «The BMJ»: Die Frau hatte demnach im Herbst 2020 in den USA für ein Subunternehmen gearbeitet, das im Auftrag von Pfizer einen kleinen Teil der Studie zum mittlerweile weltweit eingesetzten Corona-Impfstoff durchgeführt hatte. Sie warf ihrem ehemaligen Arbeitgeber vor, falsche Impfdaten generiert zu haben, weil unter anderem Laborproben falsch etikettiert, der Impfstoff falsch gelagert und Berichten über Nebenwirkungen nur schleppend nachgegangen worden sei. Deutsche Experten erklärten, sie sehen die Wirksamkeit des Mittels durch die Vorwürfe nicht infrage gestellt.

So sagte Oliver Cornely, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Klinische Studien Köln: «Die im "The BMJ"-Artikel geschilderten Fehler schränken die Aussagekraft der Zulassungsstudie des Impfstoffs nicht ein.» Die Untersuchungszentren des Subunternehmens hätten zudem nur 2,3 Prozent der 44 000 Teilnehmer der Studie betreut.

(dpa)

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