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Aus Angst vor Corona-Welle: Städte in Brasilien sagen Karneval ab

14:50
24.11.2021
Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als 50 Städte im brasilianischen Bundesstaat São Paulo den Karneval 2022 abgesagt. Die Stadtverwaltungen befürchten, dass Menschenansammlungen eine neue Erkrankungswelle auslösen könnten, wie brasilianische Medien wie das Nachrichtenportal «G1» und die Zeitung «Folha de S. Paulo» am Dienstagabend (Ortszeit) berichteten.

Auf dem Höhepunkt einer außer Kontrolle geratenen Corona-Welle im März und April war auch im reichen São Paulo das Gesundheitssystem zusammengebrochen, Massengräber wurden ausgehoben. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 610 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner.

Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne ging die Zahl der Toten stark zurück, der Optimismus wuchs. Im Bundesstaat São Paulo, mit mehr als 40 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Brasiliens, sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Vor zwei Wochen wurde dort erstmals seit Beginn der Pandemie in einem 24-Stunden-Zeitraum kein Corona-Toter registriert.

In der Metropole Rio de Janeiro im gleichnamigen Bundesstaat wurde in der vergangenen Woche der vorerst letzte Patient eines Krankenhauses für Corona-Infizierte in der Nordzone der Stadt entlassen. Sambaschulen bereiten sich auf die berühmten Umzüge im Sambodrom vor. Experten warnten, dass der falsche Eindruck vermittelt werden könnte, die Pandemie sei zu Ende.

(dpa)

2G-plus-Regel: Hoffenheim passt Zugangsregeln für Heimspiele an

14:49
24.11.2021
Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim verschärft seine Zugangsregeln für die kommenden Heimspiele. Gegen Eintracht Frankfurt (4. Dezember) und Borussia Mönchengladbach (18. Dezember) werden Fans nach der 2G-plus-Regel zugelassen, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Das heißt, Geimpfte oder Genesene müssen zusätzlich einen negativen Testnachweis erbringen. Die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg sieht zudem eine Reduzierung auf 50 Prozent der Gesamtkapazität vor. Bei Hoffenheim sind das etwas mehr als 15 000 Zuschauer.

Möglich sind Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) und PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden). Von der Änderung ausgeschlossen sind Kinder bis sieben Jahren, regelmäßig getestete Schüler und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können. Diese müssen neben dem Attest auch einen negativen Schnelltest vorlegen.

(dpa/lsw)

Corona-Folgen für junge Leute: Stiftung legt Programm auf

14:49
24.11.2021
Die psychischen Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche sollen in Baden-Württemberg verstärkt in den Fokus rücken. Dafür solle zunächst der gegenwärtige Zustand der Belastungen wissenschaftlich erhoben und das Wissen gebündelt werden, teilte die Baden-Württemberg Stiftung am Mittwoch in Stuttgart mit. Auf dieser Basis sei dann geplant, unter anderem entsprechende Fortbildungen für Fachkräfte zu entwickeln. Die Stiftung des Landes unterstützt ein entsprechendes Programm mit 1 Million Euro.

Im kommenden Jahr stehen insgesamt rund 33 Millionen Euro an Stiftungsgeldern zu Verfügung, die unter anderem in die Bereiche Bildung, Forschung, Gesellschaft und Kultur fließen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte: «Uns stehen in den nächsten Jahren gewaltige Herausforderungen bevor, denken wir an den Klimawandel, die Transformation der Wirtschaft oder den gesellschaftlichen Zusammenhalt.» Umso wichtiger sei es, in die Zukunft der Gesellschaft zu investieren.

Seit ihrer Gründung förderte die Stiftung Programme und Projekte im Südwesten mit mehr als einer Milliarde Euro. Das Land hatte im Jahr 1999 seine Anteile am Energiekonzern EnBW an den französischen Energiekonzern EDF verkauft und einen Großteil des Erlöses in der neu gegründeten Landesstiftung angelegt. Das Vermögen ist laut Stiftung vor allem in Investmentfonds, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen angelegt. Bei der Geldanlage hat sie seit Jahren mit der Niedrigzinsphase zu kämpfen. Mit Hilfe der jährlichen Ausschüttungen von 30 bis 40 Millionen Euro finanziert die Stiftung ihre Programme.

(dpa/lsw)

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