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Werder Bremen zahlt Ungeimpften in Corona-Quarantäne kein Geld

14:58
23.11.2021
Fußball-Zweitligist Werder Bremen will seinen ungeimpften Beschäftigten im Falle einer Quarantäne ohne eigene Erkrankung vorübergehend kein Gehalt zahlen. Ein Werder-Sprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht von Radio Bremen.

Bei Werder seien allerdings nahezu alle Spieler und der Betreuerstab geimpft, teilte der Sprecher mit. Ausdrücklich gelte die Maßgabe aber auch für nicht-geimpfte Beschäftigte, die als Kontaktperson ohne Covid-19-Erkrankung in Quarantäne müssen. Auch sie erhalten für die Zeit der Isolierung kein Gehalt. Zuletzt war ein vergleichbares Vorgehen auch beim FC Bayern und bei Hertha BSC bekannt geworden.

(dpa)

Südwest-Unternehmen befürchten Probleme wegen 3G am Arbeitsplatz

14:44
23.11.2021
Unternehmen im Südwesten befürchten Probleme im Zusammenhang mit den neuen 3G-Regeln, die den Corona-Schutz am Arbeitsplatz verstärken sollen. «Manche Arbeitnehmer kriegen das nicht so schnell gestemmt, und manche Arbeitgeber wissen noch nicht so genau, wie sie das organisieren sollen», sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer des Dachverbands Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Dienstag in Stuttgart.

Ein Spagat zwischen dem Datenschutz und den Verpflichtungen des Gesetzes sei möglich. «Manche Betriebe werden da schon Schwierigkeiten bekommen.» Der Informationsbedarf bei den Mitgliedsunternehmen sei sehr hoch, hieß es aus dem Verband.

Im Kampf gegen die Pandemie gelten von Mittwoch an auf Bundesebene auch am Arbeitsplatz schärfere Regeln. «Nur für Geimpfte, Getestete und Genesene» heißt es dann auch im Job. Folgen hat das vor allem für Ungeimpfte. Zugang zu einem Betrieb sollen Beschäftigte nur bekommen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei klar, dass die Beschäftigten geschützt werden müssten. «Die Umsetzung ist für Daimler jedoch ein Riesenkraftakt, der erneut jede Menge Unruhe in die Betriebe bringt.» Die geltenden Regelungen sollten offensichtlich den Druck auf die Impfverweigerer erhöhen. «Das sollte aber nicht auf dem Rücken der Unternehmen ausgetragen werden», fügte Brecht hinzu.

(dpa/lsw)

2G in vielen Freizeitbereichen in Sachsen-Anhalt ab Mittwoch

14:44
23.11.2021
In Sachsen-Anhalt haben künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens. Das Kabinett gab am Dienstag in Magdeburg eine 2G-Pflicht unter anderem für Veranstaltungen ab 50 Personen, die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und bei privaten Übernachtungen in Hotels bekannt. Ausnahmen soll es für Kinder und Jugendliche geben. Die Maßnahmen seien nötig, um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen und das Gesundheitssystem vor einer weiteren Überlastung zu schützen. Die Regelungen gelten von diesem Mittwoch an.

Beim 2G-Zugangsmodell seien weiter Hygienemaßnahmen nötig, es müsse ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen und die Abstandsregelungen eingehalten werden, hieß es weiter. Unter die 2G-Regelung fallen auch der organisierte Sportbetrieb außer Berufssportlern und Kaderathleten, Volksfeste, Reisebusreisen, Schiffs- und Stadtrundfahrten sowie Seniorenbegegnungsstätten.

Für Diskotheken und Clubs schreibt Sachsen-Anhalt in der neuen Landesverordnung ein verpflichtendes 2G-Plus-Modell vor. Gäste müssen geimpft, genesen und zusätzlich negativ auf das Virus getestet sein. Dann können laut der Verordnung die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen entfallen. 2G-Plus gilt künftig auch für Chöre.

Weihnachtsmärkte müssen den Angaben zufolge künftig eine 3G-Regelung umsetzen, dürfen also nur von Geimpften, Genesenen und Getesteten besucht werden. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen etwa in Friseursalons, Kosmetik- und Nagelstudios sowie Piercing- und Tattoo-Studios.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für Sachsen-Anhalt am Dienstag 591,7 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, zu Beginn der Vorwoche lag der Wert noch bei 304,9. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag in Sachsen-Anhalt am Dienstag laut RKI bei 11,74 und damit deutlich höher als der bundesweite Wert von 5,6.

(dpa)

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