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Studie: Medien- und Spielsucht während Corona bei Kindern gestiegen

05:10
04.11.2021
Krankhaftes Computerspielverhalten und Social-Media-Sucht haben bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie einer Studie zufolge zugenommen. Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) kommt in einer Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK zu dem Schluss, dass bei mehr als 4 Prozent der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten vorliegt.

Im Bereich Computerspiele hat sich demnach die Zahl der Betroffenen mit Suchtverhalten von rund 144 000 im Jahr 2019 auf 219 000 in diesem Jahr erhöht, bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Tiktok, Snapchat, WhatsApp oder Instagram stieg sie von 171 000 auf 246 000. Die DAK präsentiert die Studienergebnisse an diesem Donnerstag. Sie lagen der Deutschen Presse-Agentur vorab vor. Grundlage ist eine wiederholte Forsa-Befragung von Eltern und Kindern im Herbst 2019, im Frühjahr und Herbst 2020 und im Mai und Juni dieses Jahres.

«Der Anstieg der Mediensucht ist vor allem auf die wachsende Zahl pathologischer Nutzer unter den Jungen zurückzuführen», sagte Studienleiter Rainer Thomasius vom DZSKJ des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Er warnte vor den Folgen durch die Vernachlässigung von Aktivitäten, Familie, Freunden und einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus. «Da persönliche, familiäre und schulische Ziele in den Hintergrund treten, werden alterstypische Entwicklungsaufgaben nicht angemessen gelöst. Ein Stillstand in der psychosozialen Reifung ist die Folge.» Thomasius warb für eine «kontinuierliche wissenschaftliche Erfassung» und Präventiv- und Therapieangebote.

(dpa)

Corona und Olympia: Kombinierer Frenzel hat «seine Bedenken»

05:10
04.11.2021
Kombinierer-Olympiasieger Eric Frenzel hat vor der Corona-Situation im anstehenden Winter und vor allem bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) gehörigen Respekt. «Wir werden unter besonderen Bedingungen leben, in dieser Blase und mit den vielen Tests. Da hat man schon seine Bedenken. Man hofft, dass man da gut durchkommt», sagte der 32-Jährige am Rande der Olympia-Einkleidung der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Es könnten Situationen auftreten, «wo der Sportler gar keinen Einfluss» habe.

Frenzel gilt im Team der deutschen Nordischen Kombinierer als Spezialist für Großereignisse. Neben sieben WM-Titeln war der laufstarke Routinier auch bei den Olympischen Spielen stets eine Bank. 2010 in Vancouver holte er einmal Bronze, 2014 in Sotschi (Gold und Silber) und 2018 in Pyeongchang (zweimal Gold und einmal Bronze) fiel die Bilanz noch besser aus. Ob Peking seine letzten Olympischen Spiele werden, lässt Frenzel bislang offen.

(dpa)

Kinder wünschen sich vom Nikolaus, «dass Corona weggeht»

05:09
04.11.2021
Viele Kinder aus aller Welt schreiben wegen Corona an den Nikolaus. Auf den Wunschzetteln an das Nikolauspostamt in St. Nikolaus im Saarland stehe meistens ganz oben: «Dass Corona weggeht», sagte Sabine Gerecke als Leiterin der Kinderbriefaktion im Festausschuss St. Nikolaus der Deutschen Presse-Agentur. Einen Monat vor der Eröffnung des Postamtes am 5. Dezember seien bereits mehr als 3500 Briefe an den Nikolaus eingegangen. «Das ist schon mehr Post als zum selben Zeitpunkt im letzten Jahr.»

Auf den Listen der Kinder finde sich auch sehr häufig der Wunsch nach einem iPhone - «und zwar in allen erdenklichen Schreibweisen», sagte Gerecke lachend. Außerdem seien alle möglichen elektronischen Geräte gefragt. Und jüngere Kinder wünschten sich «ganz klassisch» Puppen, Lego oder ferngesteuerte Autos.

«Alle Kinder erhalten eine Antwort. Allerdings erst ab Dezember», versprach Gerecke. Viele Briefe seien auch schon aus dem Ausland gekommen: besonders aus Taiwan, der Ukraine, Russland, Italien und Spanien. Zu Weihnachten 2020 hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf 29 845 Schreiben von Kindern aus insgesamt 45 Ländern geantwortet - so viele wie nie zuvor.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder «An den Nikolaus» in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln nahe der französischen Grenze. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Die Partnerschaft zwischen dem Festausschuss und der Post besteht seit 1967.

(dpa)

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