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Niederlande: 173 Festnahmen nach Corona-Krawallen

11:34
23.11.2021
Im Zusammenhang mit den Corona-Krawallen in den Niederlanden sind nach Angaben des Justizministeriums bisher 173 Menschen festgenommen worden. Weitere Festnahmen würden folgen, teilte Justizminister Ferd Grapperhaus am Dienstag dem Parlament in Den Haag mit. Die Randalierer würden zur Verantwortung gezogen.

Am Wochenende hatte es an mehreren Orten drei Nächte hintereinander heftige Ausschreitungen gegeben. In Rotterdam war eine Corona-Demonstration aus dem Ruder gelaufen und die Polizei hatte sogar mit scharfer Munition auf Menschen geschossen; vier Personen wurden verletzt. Nach Angaben von Grapperhaus ging es an manchen Orten um «organisierte Gewalt» ohne konkrete gesellschaftliche oder politische Inhalte.

Der Minister verurteilte die Gewalt vor allem gegen Polizisten, Feuerwehr und Hilfskräfte. Sie seien mit Feuerwerkskörpern, die Sprengsätzen glichen, und Steinen attackiert worden. Die Randalierer hätten Innenstädte verwüstet.

Auch in der Nacht zum Dienstag war es nach Berichten der Polizei an einigen Orten unruhig. Vor allem Jugendliche hätten Feuerwerk gezündet, Brände gelegt und randaliert. Erneut war Roosendaal im Süden des Landes Schauplatz der Gewalt.

(dpa)

Land will in neuer Alarmstufe II 2G für Einzelhandel und Märkte

11:22
23.11.2021
Im Einzelhandel und auf Märkten gilt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen im Südwesten voraussichtlich schon ab Mittwoch die 2G-Regel - ausgenommen ist die Grundversorgung. Die Landesregierung will, dass in der Alarmstufe II nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu den meisten Geschäften haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Außerdem soll schon in der Alarmstufe I 2G auch für Hotels und Pensionen gelten. Ausgenommen sind dienstliche Übernachtungen, für die 3G gelten soll.

Die Regierung will an diesem Dienstag die neue Corona-Verordnung beschließen, die dann am Mittwoch in Kraft treten soll. Demnach soll die Alarmstufe II gelten, wenn auf den Intensivstationen an zwei Tagen hintereinander mehr als 450 Covid-19-Patienten liegen. Am Montag lag sie schon bei 489. Es wird damit gerechnet, dass der Grenzwert auch am Dienstag überschritten wird.

(dpa/lsw)

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