Letztes Update:
20211123103454

Umfrage: Mehrheit geht von erneutem Lockdown über Weihnachten aus

09:24
23.11.2021
Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen hält eine Mehrheit in Deutschland einer aktuellen Umfrage zufolge einen neuen Lockdown über Weihnachten für wahrscheinlich. 71 Prozent der Befragten gehen von dieser Maßnahme aus, wie aus der am Dienstag veröffentlichten «Frage des Tages» des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervorgeht. Demnach antworteten auf die Frage, ob ein Lockdown zu dieser Zeit folgen wird, 25 Prozent der Befragten mit «ja», 46 Prozent sagten «eher ja». Gut ein Fünftel der Befragten hält dagegen: 22 Prozent glauben weniger an einen neuen Lockdown - 5 Prozent antworteten mit «nein», 17 Prozent mit «eher nein». Befragt wurden am Montag rund 1900 Menschen ab 18 Jahren.

(dpa)

Corona-Belastung: Uniklinik Ulm verschiebt planbare Operationen

09:14
23.11.2021
An der Uniklinik Ulm werden künftig wieder planbare Operationen verschoben. Grund seien die «rasant steigenden Infektionszahlen» und die Vorgaben des Landes, 40 Prozent der Intensivkapazitäten für Covid-Patienten frei zu halten, wie eine Sprecherin der Uniklinik am Dienstag in Ulm bekanntgab.

Planbare Behandlungen müssten - soweit medizinisch vertretbar - verschoben oder ausgesetzt werden. Die Akut- und Notfallversorgung sei davon nicht betroffen, hieß es. Der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende Udo X. Kaisers teilte mit, man wisse, dass Verschiebungen oder Absagen von Behandlungen für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sehr belastend seien. In der aktuellen Situation biete sich ihnen jedoch keine andere Möglichkeit.

Kapazitätsgrenzen gibt es den Angaben zufolge vor allem beim verfügbaren Personal, da die Belastung der vergangenen Monate zu Personalausfällen und Arbeitszeitreduzierungen geführt habe. Die Anforderungen an die Mitarbeiter seien in dieser Phase der Pandemie noch höher als zuvor, hieß es.

Die Behandlung der oft noch jungen Covid-Intensivpatienten sei hochaufwendig und sehr belastend, auch weil ihre Verweildauer deutlich verlängert sei und viele Wochen dauern könne.

«Um die aktuell sehr angespannte Situation zu verbessern, bitten wir daher Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, dies dringend nachzuholen», so der Vorstandsvorsitzende Kaisers.

(dpa/lsw)

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