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Corona-Impfung von Kindern ab fünf Jahren beginnt in Israel

06:50
23.11.2021
Israel hat mit der Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Die Impfkampagne startete offiziell am Dienstag. Bereits am Vortag wurde Kinder an einigen Orten der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. Der Corona-Beauftragte Salman Sarka sprach laut Medien von einer «Feier für Kinder und Eltern, die ihre Kinder nun schützen können». Tausende Impftermine bei den zuständigen Krankenkassen sind bereits gebucht.

Regierungschef Naftali Bennett hatte Eltern zuletzt aufgerufen, ihre Kinder impfen zu lassen. Er betonte, das Vakzin sei sicher und effektiv. Bennett verwies auf die jüngste Corona-Welle in Europa: Auch in Israel sei wieder ein Anstieg des R-Faktors zu beobachten. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt - und damit, wie schnell sich ein Virus ausbreitet.

Nach Medienberichten könnten in Israel gut eine Million Fünf- bis Elfjährige die Impfung erhalten. Sie bekommen ein Drittel der Erwachsenen-Dosis. Nach Herstellerangaben hat der Impfstoff in dieser Altersgruppe eine Wirksamkeit von 91 Prozent bezogen auf symptomatische Erkrankungen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Israel seit zwei Monaten rückläufig. Am Montag meldete das Gesundheitsministerium 454 neue Fälle. Im September waren es an einzelnen Tagen noch mehr als 11 000. Experten warnen aber vor einem neuen Anstieg der Fallzahlen.

(dpa)

Städtetag: Coronakontrollen bergen ein hohes Konfliktpotenzial

06:28
23.11.2021
Der Städtetag Baden-Württemberg hält flächendeckende Kontrollen der Impf- und Genesenen-Nachweise für unrealistisch. Viele Ortspolizeibehörden von kleinen Städten kämen da ans Limit, wenn sie anstelle von Parksündern nun Coronasünder kontrollieren sollten, sagte Gudrun Heute-Bluhm vom Vorstand des Städtetags der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag).

Zudem seien die Kontrollen nicht nur eine Kapazitäts-, sondern auch eine Ausbildungsfrage, sagte die CDU-Politikerin Heute-Bluhm, die fast 20 Jahre Lörrachs Oberbürgermeisterin war, den Zeitungen. «Den ruhenden Verkehr zu überwachen stellt keine hohen Anforderungen an die Kommunikation, aber Coronakontrollen bergen ein hohes Konfliktpotenzial, das muss man aushalten können.» In größeren Städten sei der Polizeivollzugsdienst dafür ausgebildet, damit umzugehen, in kleineren eher nicht.

Etwas besser sieht Heute-Bluhm die Verkehrsgesellschaften aufgestellt. Diese hätten schließlich ihre eigenen Kontrolldienste, die Schwarzfahrer kontrollierten und auch im Konfliktmanagement geschult seien. Doch auch hier schränkte Heute-Bluhm ein, man werde Anzahl und Dichte der Kontrollen im ÖPNV wohl erhöhen können, aber flächendeckend werde das auch nicht zu leisten sein. «Auch Coronasünder in Bus und Bahn müssen wissen: Wie beim Schwarzfahren kostet es beim Erwischtwerden richtig viel Geld.»

(dpa)

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