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RKI: Mehrere Bevölkerungsgruppen mit geringeren Impfquoten

15:00
22.11.2021
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in einer Erhebung Bevölkerungsgruppen mit geschätzt geringerer Covid-19-Impfquote ausgemacht. Dazu zählen etwa Menschen im Alter von 30 bis 39 Jahren, Menschen in Kurzarbeit/Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Bewohner in Orten mit weniger als 20 000 Einwohnern sowie Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg. Das geht aus einem am Montag veröffentlichen RKI-Bericht hervor.

Befragt wurden dafür gut 3000 deutschsprachige Erwachsene im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober. Relevante Geschlechterunterschiede seien nicht festgestellt worden, hieß es. Eine Auswertung nach Berufsgruppen zeige, dass Personal in Medizin und Pflege als eine der Hauptzielgruppen der Impfstrategie «nicht besser geimpft ist als andere Berufsgruppen».

In der Befragung gaben mehr als 9 von 10 Teilnehmern an, mindestens einmal geimpft oder impfbereit zu sein (91,3 Prozent). Dies gebe einen Hinweis auf die Impfquote, die hierzulande noch erreicht werden könnte, schreiben die Autoren. Sie schränken aber ein, dass sich aus der Befragung womöglich zu hohe Werte ergeben - zum Beispiel, weil Menschen oft sozial erwünschte Antworten geben. Derzeit laufe auch noch eine Umfrage mit Interviews auf Russisch, Polnisch, Arabisch, Türkisch und Englisch.

Unter den ungeimpften Befragten gab mehr als jeder Dritte (36,5 Prozent) an, sich auf «auf keinen Fall» impfen lassen zu wollen. Unter den bereits vollständig Geimpften gaben fast 82 Prozent an, einen Booster auf jeden Fall oder eher in Anspruch nehmen zu wollen.

(dpa)

Vierte Corona-Welle: Verfassungsschutz blickt auf «Demokratiefeinde»

14:59
22.11.2021
Angesichts neuer Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie befürchtet der Verfassungsschutz eine Zunahme verfassungsfeindlicher Agitation. Es sei nicht auszuschließen, dass «Demokratiefeinde» in der vierten Corona-Welle «starken Zulauf bekommen könnten», sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang am Montag bei einem Kongress zum Thema «Wehrhafte Demokratie» in Berlin.

Unter denjenigen, die diese Gesundheitskrise und die Proteste gegen staatliche Maßnahmen missbrauchten, um verfassungsfeindliche Positionen zu verbreiten, seien auch Menschen, die den Behörden schon vorher bekannt gewesen seien. Einige von ihnen habe man bei den islamfeindlichen Pegida-Kundgebungen gesehen oder etwa nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Es seien «immer wieder die gleichen Leute», die hier versuchten, «Anschluss zu finden an die bürgerliche Mitte». Deshalb sei es falsch, den Blick nur auf die sogenannten Querdenker zu fokussieren. «Es gibt viel zu tun – auch für die neue Bundesregierung», sagte Haldenwang.

(dpa)

EU-Experten prüfen Daten für Booster mit Johnson & Johnson-Impfstoff

14:23
22.11.2021
Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde EMA prüfen die Zulassung einer Booster-Dosis des Corona-Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson. Diese Extra-Dosis könnte Erwachsenen mindestens zwei Monate nach der ersten Dosis gegeben werden, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Die Behörde erwartet eine Entscheidung in wenigen Wochen. Sie hat bereits Auffrischungsimpfungen mit den Präparaten von Pfizer/Biontech und Moderna zugelassen.

Die Experten der EMA werden prüfen, ob eine solche Booster-Impfung den Schutz vor einer Corona-Infektion erhöht. Daten des Herstellers aus Studien würden nun in einem beschleunigten Verfahren bewertet. Dazu gehörten Ergebnisse einer Studien mit 14 000 Erwachsenen. Einige hatten eine zweite Dosis des Corona-Impfstoffes bekommen, andere nur ein Placebo.

Der Impfstoff namens Janssen ist der einzige Corona-Impfstoff, für den nur eine Dosis nötig ist. Er gehört zu den vier Impfstoffen, die in der EU zugelassen sind. Die EMA betonte, dass die Entscheidung über den Einsatz von Booster-Impfungen bei den nationalen Regierungen beziehungsweise Gesundheitsbehörden liegt.

(dpa)

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