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Minister: Thüringen sollte 2G im Einzelhandel in Erwägung ziehen

11:44
21.11.2021
Im Kampf gegen die sich zuspitzende Corona-Pandemie hat sich Thüringens Vize-Ministerpräsident Georg Maier (SPD) dafür ausgesprochen, auch über eine 2G-Regelung im Einzelhandel wie in Sachsen nachzudenken. «Das muss man in Erwägung ziehen», sagte Maier am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die sächsische Landesregierung hatte am Freitag schärfere Corona-Maßnahmen angekündigt, die einem Teil-Lockdown gleichkommen. Dazu gehört auch eine 2G-Regelung für den Einzelhandel. 2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben. Ausnahmen sind unter anderem für Supermärkte, Drogerien und andere Läden geplant.

«Wir müssen damit rechnen, dass nicht Geimpfte vermehrt nach Thüringen kommen zum Einkaufen», sagte Maier. Das sei ein Riesenproblem. Maier betonte zugleich, dass es Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs geben müsse. Bisher war 2G in Thüringen nicht für den Einzelhandel geplant.

Doch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte die Thüringer bereits am Freitag auf schärfere Regeln eingestimmt und in Aussicht gestellt, dass man die Anwendbarkeit der strengeren sächsischen Regeln im Freistaat prüfen will. Maier sagte, es gebe mit Blick auf die ähnlich besorgniserregende Corona-Situation in Thüringen und Sachsen gute Argumente, so vorzugehen. «In Sachsen ist es noch einen Tick schlimmer, aber wir sind nicht weit davon entfernt», sagte Maier.

In Thüringen wurden mit Stand vom Sonntag 628 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche registriert, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorging. Im Nachbarbundesland Sachsen lag die Inzidenz am Sonntag bei 862.

(dpa)

Rummenigge: Gehaltskürzung für ungeimpfte Bayern-Profis ein «Zeichen»

11:43
21.11.2021
Der ehemalige Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hätte Verständnis dafür, wenn der Münchner Fußball-Club Gehaltskürzungen bei seinen ungeimpften Profis vornehmen sollte. Nach einem Bericht der «Bild am Sonntag» soll das bei den Akteuren getan werden, die als Kontaktpersonen von Infizierten in eine Corona-Quarantäne müssen. Das trifft und traf in München auf die deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala sowie Eric Maxim Choupo-Moting zu.

«Wenn das stimmt, was die Bild-Zeitung vermeldet, ist das sicherlich auch als Zeichen zu verstehen, dass der Verein jetzt reagiert», sagte Rummenigge, der im Sommer nach zwei Jahrzehnten den Vorstandsvorsitz beim deutschen Rekordmeister an Oliver Kahn übergab, am Sonntag bei «Sky90 - die Fußballdebatte». Nach Ansicht des 66-Jährigen müsse der FC Bayern auch reagieren. «Beim nächsten Spiel darf man nur noch mit 25 Prozent Zuschauerkapazität spielen. Aus 75 000 werden dann rund 19 000. Das ist auch ein wirtschaftlich großer Schaden für den FC Bayern», sagte Rummenigge zu den neuen Corona-Beschränkungen. Das wäre ein finanzieller Schaden in Millionenhöhe pro Heimspiel.

«Das wird ihm nicht gefallen», bemerkte Rummenigge zur möglichen Reaktion von Kimmich auf Gehaltskürzungen. Er nannte den 26 Jahre alten Impfzauderer ausdrücklich einen verantwortungsvollen Menschen. Der FC Bayern gab keine Stellungnahme zum «Bild»-Bericht ab.

«Es ist eine Debatte, die den Verein langsam auch nervt. Alle haben versucht, das Thema Nichtimpfen zu bereinigen oder eine Lösung zu finden. Das ist nicht geglückt bis dato», argumentierte Rummenigge. Er wisse «aus gesicherter Quelle» von vielen Gesprächen mit den bislang ungeimpften Profis beim FC Bayern. «Corona beschäftigt den ganzen Verein und die Mannschaft», sagte Rummenigge.

Beim 1:2 gegen den FC Augsburg am Freitagabend in der Bundesliga habe ein Leistungsträger wie Kimmich natürlich der Mannschaft gefehlt. «Kein Club auf der Welt kann solche Spieler wie Joshua Kimmich ersetzen», begründete Rummenigge. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (48) bezog als Sky-Experte ebenfalls klar Position: «Joshua Kimmich muss wissen, wer ihn bezahlt. Er hat die Mannschaft geschwächt.»

(dpa)

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