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Rund 5,6 Millionen Menschen haben Auffrischungsimpfung bekommen

10:36
20.11.2021
In Deutschland haben mittlerweile 5,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Allein in dieser Woche seien bisher 1,7 Millionen Bürger «geboostert» worden, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter mit. «Das Tempo nimmt weiter zu, danke an alle, die mithelfen, es weiter zu steigern!» Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kamen allein am Freitag 357 000 sogenannte Booster-Impfungen hinzu. Insgesamt wurden an dem Tag 475 000 Impfdosen gegen Corona gespritzt (Stand: Samstag, 9.08 Uhr.)

56,5 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,6 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (59,8 Prozent) haben alle Bundesländer die 60-Prozent-Marke überschritten. Bremen zählt mit 79,6 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist auch hier mit 57,7 Prozent Schlusslicht.

(dpa)

Lauterbach kritisiert Begrenzung der Biontech-Auslieferungen

10:07
20.11.2021
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die angekündigte Begrenzung der Auslieferungen von Biontech-Impfstoff gegen Covid-19 kritisiert. «Ein schwieriger Beschluss, den ich so nicht richtig finde», sagte Lauterbach am Samstag im Deutschlandfunk. «Weil viele Menschen in Deutschland vertrauen dem Biontech-Impfstoff besonders. Der wird ja auch in Deutschland produziert.»

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder betont, dass bis Jahresende genug Impfstoff auch für Auffrischungsimpfungen zur Verfügung stehe. Nachdem das Präparat von Biontech bisher mehr als 90 Prozent der Bestellungen ausmache, solle aber vermehrt Moderna eingesetzt werden. Dies solle sichern, dass kurzfristig ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Zudem verfielen eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022, was aber vermieden werden müsse.

Für Biontech sollen daher «Höchstbestellmengen» definiert werden, wie es in dem Schreiben heißt. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Betont wird: «Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert.»

Lauterbach äußerte sich zudem zurückhaltend zur Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer allgemeinen Impfpflicht. Er persönlich sei nicht grundsätzlich gegen eine Impfpflicht, sagte der SPD-Politiker. Er betonte aber: «Ich halte die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt nicht für zielführend. Weil eine allgemeine Impfpflicht, wenn wir sie machen würden, die würde uns frühestens in zwei Monaten, vielleicht in drei Monaten etwas bringen.» Man müsse aber jetzt handeln, betonte er vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Infektionslage.

Nachdem Sachsen und Bayern am Freitag Einschränkungen des öffentlichen Lebens besonders in Corona-Hotspots angekündigt hatten, rechnet Lauterbach mit ähnlichen Schritten auch in anderen Bundesländern. Die Fälle würden weiter steigen, weil «die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, nicht sofort wirken». «Das heißt also, wir sind in eine so schwierige Lage gekommen, dass es auch in anderen Bundesländern - zumindest in Teilen anderer Bundesländer - so hohe Fallzahlen geben wird, auch Hospitalisierungen geben wird, dass wir dort auch also lokal Dinge schließen müssen.»

(dpa)

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