Letztes Update:
20211119080040

Union-Berlin-Sprecher zur 2G-Debatte: "Man muss es klar trennen"

08:00
19.11.2021
In der Debatte um den Vorstoß der Länderchefs für ein Spielverbot für ungeimpfte Fußballprofis hat der Kommunikationschef von Union Berlin auf die aktuell gültigen Richtlinien verwiesen.

«Man muss es klar trennen, es sind ja auch unterschiedliche Dinge», sagte Christian Arbeit am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Es sei am Ende so, dass im Freizeitbereich «für alle, ob wir ins Konzert gehen, ins Theater, ob wir in ein Restaurant essen gehen, andere Bedingungen gelten als für Menschen, die ihren Beruf ausüben».

Insofern sei das «keine große Überraschung, man muss es sich nur immer wieder verdeutlichen, dass es einfach wirklich unterschiedliche Regelungen sind», führte Arbeit weiter aus. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten tags zuvor angekündigt, diese Regelung prüfen zu wollen.

Dann könnte ungeimpften Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich bei anhaltend kritischer Corona-Lage künftig der Zugang zu Spielen untersagt werden. «In der Vorbesprechung der Länderchefinnen und -chefs waren wir uns sehr schnell einig, dass wenn Zuschauer im Stadion 2G beachten müssen, dass das nach unserer Auffassung auch für die Profis gelten soll», sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach den Bund-Länder-Beratungen in Berlin.

(dpa)

Kaum noch Möglichkeiten für Verlegung von Intensivpatienten in Bayern

07:45
19.11.2021
Die Lage in bayerischen Krankenhäusern ist nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft im Land in der vierten Corona-Welle so kritisch wie noch nie in der Pandemie.

Bislang könnten Intensivpatienten zwar noch innerhalb Bayerns verlegt werden, wenn vor Ort keine Betten frei seien - das werde aber nur noch «ein paar Tage» möglich sein, warnte Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft in der «Augsburger Allgemeinen» (Freitagsausgabe).

«Wir haben bislang versucht, innerhalb Bayerns zu verlegen, beispielsweise aus Schwaben über hundert Kilometer nach Unterfranken. Aber das geht vielleicht noch wenige Tage gut», sagte er. Ohne harte Gegenmaßnahmen steige die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Bayern pro Woche um rund 30 Prozent - «sodass wir bald keine Chance mehr für Verlegungen innerhalb des Freistaats haben».

Auch das Verlegen von Patientinnen und Patienten in Kliniken außerhalb Bayerns sei nicht leicht: «Der Weg nach Baden-Württemberg ist eigentlich bereits geschlossen, weil sich die Kliniken dort der bayerischen Situation annähern», sagte Engehausen. «Ob wir in ein paar Wochen noch jemanden nach Hessen bringen können, wissen wir nicht. Nach Thüringen und Sachsen braucht man nicht zu fahren, und im Süden in Österreich ist die Lage nicht besser als bei uns.»

Die aktuelle Lage sei «so dramatisch, wie sie noch nie in der gesamten Pandemie-Zeit in Bayern war», sagte Engehausen der Zeitung. «Sie übertrifft die bisher schlimmste Phase zwischen Weihnachten und Neujahr letzten Jahres.»

(dpa)

Schwesig verteidigt Drei-Stufen-Modell für Corona-Beschränkungen

07:44
19.11.2021
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat das von Bund und Ländern vereinbarte Drei-Stufen-Modell für Corona-Beschränkungen anhand der Rate von Covid-Patienten in Kliniken verteidigt.

Dieses Modell sei klar, sagte die SPD-Politikerin am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». In Mecklenburg-Vorpommern gebe es bereits ein Warnstufenmodell, das nun entsprechend der Vereinbarung aktualisiert werde.

Orientierungsgröße soll dem Bund-Länder-Beschluss zufolge die für das jeweilige Bundesland ausgewiesene Hospitalisierungsrate sein. Dafür erfasst das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum.

Ab den Schwellenwerten von 3, 6 und 9 sollen Regeln für 2G, 2G plus oder weitergehende Beschränkungen gelten. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt etwa zu Gastronomie und Veranstaltungen haben, bei 2G plus brauchen diese zusätzlich einen negativen Testnachweis. In Mecklenburg-Vorpommern lag die Hospitalisierungsrate am Donnerstag ganz knapp unter der 2G-plus-Schwelle bei 5,96.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden