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Demo gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig wohl kleiner als geplant

11:03
03.11.2021
Eine für diesen Samstag in Leipzig geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich eingeschränkt werden. «Wir gehen davon aus, dass wir die geplante Teilnehmerzahl von 3000 Menschen und auch den vorgesehenen Marsch über den Leipziger Innenstadtring nicht genehmigt bekommen», sagte am Mittwoch der Versammlungsleiter von der «Bewegung Leipzig», Bernd Ringel.

Grund sei die Vorwarnstufe, die wohl an diesem Mittwoch in Sachsen erreicht wird. Diese Stufe greift, wenn sachsenweit ein bestimmter Wert bei der Bettenbelegung von Covid-19-Patienten auf Normal- und Intensivstation an mehreren Tagen nacheinander überschritten wurde.

Da für den Samstag auch zahlreichen Gegendemonstrationen angemeldet wurden, bereitet sich die Polizei auf einen Großeinsatz vor. Neben Kräften der sächsischen Bereitschaftspolizei stehen Polizeihubschrauber, die Wasserwerfer-Staffel und die Reiterstaffel bereit. Außerdem wurden Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern angefordert, wie die Polizei Leipzig mitteilte

Ein Jahr nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei einer «Querdenken»-Demonstration in Leipzig hat die «Bewegung Leipzig» zu einer erneuten Kundgebung an diesem Samstag in der Messestadt aufgerufen. Angemeldet wurde die Versammlung mit 3000 Menschen unter dem Motto «Freiheit, Gleichheit, Solidarität». Zudem war ein Marsch über den Ring geplant.

Am 7. November 2020 hatten Zehntausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig demonstriert. Als die Versammlung wegen zahlreicher Verstöße gegen die Auflagen aufgelöst wurde, war die Situation eskaliert. Die Demonstranten erzwangen schließlich einen Marsch über den Innenstadtring nach dem Vorbild der Friedlichen Revolution von 1989.

Es sei nicht zu kontrollieren, wie viele Menschen tatsächlich am Samstag zu Demonstration kommen werden, betonte Ringel am Mittwoch. «Wenn es aber ausufert, werden wird die Versammlung gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei beenden».

(dpa)

Hamburg ändert Strategie bei der Corona-Kontaktnachverfolgung

11:02
03.11.2021
Die Stadt Hamburg ändert vor dem Hintergrund der großen Anzahl geimpfter Menschen bei der Corona-Kontaktnachverfolgung ihre Strategie. Infizierte werden verpflichtet, künftig selbst ihre Kontaktpersonen zu informieren. Diese Kontaktpersonen – mittlerweile mutmaßlich überwiegend geimpft und damit überwiegend nicht quarantänepflichtig – sollen an sich beobachten, ob Symptome auftreten, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde Martin Helfrich am Mittwoch mitteilte. Wenn es Ausbruchssituationen gebe oder besondere Sachverhalte, werde das Gesundheitsamt weiterhin alle Einzelfälle ermitteln.

Keinerlei Änderungen wird sich vor diesem Hintergrund beispielsweise für Kitas, Schulen, öffentliche Unterkünfte oder weitere vulnerable Einrichtungen wie Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ergeben. Zuvor hatte der NDR berichtet. Bisher informieren die Gesundheitsämter die Kontaktpersonen meist telefonisch.

(dpa)

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