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Kretschmann stellt verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht

18:55
18.11.2021
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält die Corona-Lage im Land für dramatisch und hat verschärfte Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt. «So ernst ist die Lage, wie sie noch nie war in dieser Pandemie», sagte der Grünen-Politiker am Donnerstagabend nach der Konferenz dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Politik. Er kündigte an, dass es über die Maßnahmen der Alarmstufe hinaus weitere Einschränkungen geben werde, wenn sich die Lage nicht bessere. Es könne dann eine Obergrenze für Veranstaltungen und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Hotspots geben. In Bars, Clubs und Diskotheken gelte künftig die Regel 2G plus. Das heißt, dass Geimpfte und Genesene einen Schnelltest vorweisen müssen.

Kretschmann forderte alle Ungeimpften dringend auf, sich piksen zu lassen. «Kein Ungeimpfter kann sich vor diesem hochansteckenden Virus verstecken.» Seit Mittwoch gilt im Südwesten die Corona-Alarmstufe, bei der Ungeimpfte von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Kinos, Museen, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Auch wer in Restaurants oder Cafés nur einen negativen Test vorweisen kann, muss draußen bleiben.

(dpa)

Umfrage: 57 Prozent der Deutschen für Ausgangssperre für Ungeimpfte

18:26
18.11.2021
Angesichts der steigenden Corona-Zahlen will mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland einer Umfrage zufolge eine Ausgangssperre für Ungeimpfte. 57 Prozent der Befragten sprachen sich für die Maßnahme aus, wie sie seit Wochenbeginn etwa in Österreich gilt. Menschen ohne Corona-Schutzimpfung dürften dann ihr Zuhause nur noch aus zwingenden Gründen wie für den Weg zur Arbeit oder tägliche Einkäufe verlassen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten «Trendbarometer» von RTL und ntv hervor, für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1000 Menschen befragt hatte.

Demnach sind fast drei Viertel der befragten Anhänger der Grünen wie auch der Union für einen solchen Lockdown für Ungeimpfte - aber auch 70 Prozent der FDP-Anhänger. 40 Prozent aller Befragten lehnen eine solche Maßnahme ab, 32 Prozent befürworten hingegen auch Ausgangssperren für Geimpfte. 64 Prozent der Befragten sind mittlerweile für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona.

Großen Zuspruch findet der Umfrage zufolge auch der Vorschlag, das öffentliche Leben - ob Gastronomie, Einzelhandel oder Veranstaltungen - mit einer 2G-Regelung weitestgehend nur für Geimpfte und Genesene zugänglich zu machen. 71 Prozent der Befragten sprachen sich bundesweit dafür aus - im Osten Deutschlands allerdings nur 58 Prozent. 70 Prozent sind außerdem der Ansicht, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bundesweit einheitlich gelten sollten.

(dpa)

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