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Curevac-Gründer Hoerr erhält Ehrenbürgerwürde von Tübingen

16:49
18.11.2021
Der Gründer des Biotech-Unternehmens Curevac in Tübingen, Ingmar Hoerr, erhält am Freitag (19.00 Uhr) die Ehrenbürgerwürde der Universitätsstadt. Überreichen wird ihm die Auszeichnung Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Beide kennen sich gut aus Studienzeiten in Tübingen.

Hoerr (53) ist der Entdecker der neuen Impftechnik. Sie basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf sogenannter messenger-RNA (Boten-RNA). Im Jahr 2000 gründete Hoerr Curevac. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Tübingen und beschäftigt heute mehr als 500 Mitarbeiter an den Standorten Tübingen, Frankfurt und Boston (USA). Hoerr hatte sich aus gesundheitlichen Gründen im Frühjahr 2020 als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens zurückgezogen. Nach einer Hirnblutung hatte er wochenlang im Koma gelegen.

Wenige Monate nach der Veröffentlichung der vergleichsweise schwachen Wirksamkeit seines ersten Covid-Impfstoffs stoppte Curevac seinen ersten Covid-Impfstoff und zog das Vakzin aus dem Zulassungsverfahren zurück. Das Unternehmen will jetzt Vorreiter sein bei einem neuen, modifizierten Impfstoff. Dieser soll unter anderem einen langanhaltenderen Schutz gegen neue Varianten in einer einzigen Impfung bieten.

(dpa)

Erste Weihnachtsmärkte im Land öffnen trotz kritischer Corona-Lage

16:48
18.11.2021
Mit Punsch, Waffeln und Bratwurst locken die ersten Weihnachtsmärkte im Südwesten nach der Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr wieder an ihre Buden. Trotz steigender Fallzahlen und der sich zuspitzenden Situation in den Kliniken empfangen die Märkte in Konstanz, Heidelberg und Freiburg seit diesem Donnerstag die ersten Besucherinnen und Besucher.

Auch für den Weihnachtsmarkt in Stuttgart mit seinen zahlreichen über die Innenstadt verteilten Buden gibt es seit diesem Donnerstag Klarheit. Vertreter von Stadt und Veranstalter einigten sich darauf, die Eröffnung des Markts am kommenden Mittwoch mit strengeren Auflagen beizubehalten.

Stände mit Essen und Trinken sollen in Stuttgart eingezäunt werden und nur mit der 2G-plus-Regelung zugänglich sein, wie ein Sprecher der Stadt erklärte. Damit müssen Geimpfte und Genesene dort zusätzlich einen Test vorweisen. Auf dem Markt soll es dazu mehrere Teststände geben. Die Zahl der Buden soll von 280 auf rund 190 reduziert werden und die Stände sollen mit mehr Abstand zueinander aufgestellt werden, wie es hieß. Man halte eine Durchführung des Stuttgarter Weihnachtsmarkts 2021 mit diesen Auflagen für durchführbar und vertretbar, sagte Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) in Stuttgart.

Neben dem Weihnachtsmarkt lockt in der Landeshauptstadt auch der «Christmas Garden» seit diesem Donnerstag die ersten Gäste. In der Wilhelma können Interessierte noch bis Mitte Januar abends durch eine kunstvolle Lichtinstallation spazieren. Dort gilt wie auch auf den meisten Märkten die strikte 2G-Pflicht mit Zugang nur für Geimpfte und Genesene.

Zum Start des Weihnachtsmarkts in Heidelberg verteidigte OB Eckart Würzner (parteilos) das Festhalten am Markt angesichts der Corona-Lage. Draußen im Freien sei die Übertragung des Virus extrem gering, sagte Würzner dem Südwestrundfunk. Voraussetzung sei aber, dass auf dem Weihnachtsmarkt die 2G-Regel gelte. Dann könne man das guten Gewissens auch zulassen, so das Stadtoberhaupt.

In einigen kleineren Städten wurden Weihnachtsmärkte indessen wieder abgesagt. So etwa in Isny im Allgäu und mehreren Gemeinden um Heidelberg wie Neckargemünd und Leimen. Auch Villingen-Schwenningen und Marbach im Kreis Ludwigsburg sagten ihre Märkte mit Verweis auf die Corona-Lage im Land ab.

(dpa)

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