Letztes Update:
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Stuttgarter Weihnachtsmarkt findet statt

11:54
18.11.2021
Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt soll trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen und der sich zuspitzenden Lage in den Kliniken stattfinden. Darauf haben sich Vertreter von Stadt und Veranstalter am Donnerstag in Stuttgart geeinigt. «Wir standen vor einer extrem schweren Entscheidungen, wir haben lange mit uns gerungen», sagte Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) bei einer Pressekonferenz in Stuttgart.

Zugleich setzt die Stadt auf verschärfte Maßnahmen wie eine 2G-plus-Regelung für Stände mit Speisen und Getränken zum sofortigen Verzehr. Damit müssen Geimpfte und Genesene dort zusätzlich einen Test vorweisen. Auf dem Markt soll es dazu mehrere Teststände geben. Die Zahl der Buden soll zudem von 280 auf rund 190 reduziert werden und die Stände sollen mit mehr Abstand zueinander aufgestellt werden, wie es hieß. Der Zugang zum Markt wird demnach streng kontrolliert. Man halte eine Durchführung des Stuttgarter Weihnachtsmarkts 2021 mit diesen Auflagen für durchführbar und vertretbar, so OB Nopper.

Der Weihnachtsmarkt soll am kommenden Mittwoch beginnen und bis zum 30. Dezember andauern.

(dpa/lsw)

Betriebsärzte wollen schnell mit Booster-Impfungen beginnen

12:38
18.11.2021
Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission einer Corona-Auffrischungsimpfung für alle ab 18 Jahren wollen die Betriebs- und Werksärzte möglichst schnell an der Aktion beteiligt werden. «Wir stehen bereit - wir brauchen den Impfstoff, dann können wir in den Betrieben Booster-Impfungen durchführen», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). Im Dezember könne man damit beginnen.

Die Beschäftigten frühestens sechs Monate nach der Grundimmunisierung erneut zu impfen, sei schon relativ spät - «da sollte man eher ein bisschen früher loslegen», fügte Panter hinzu. Die Beteiligung der Arbeitsmediziner hätte auch jetzt wieder eine große Wirkung. Auf dem Höhepunkt der Impfaktion im Sommer hätten in der Spitze knapp 7000 Betriebsärzte Impfstoff bestellt, sagte der Verbandspräsident.

(dpa)

Patientenschützer: Nicht nur Intensivregister als Maßstab nehmen

11:36
18.11.2021
Der Patientenschützer Eugen Brysch fordert für die Bewertung der Corona-Lage mehr Transparenz von Krankenhäusern und hält den Blick auf die Auslastung der Intensivstationen für nicht ausreichend. «Wie sieht es denn in den anderen Stationen in einem Krankenhaus aus?», sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. «Wie ist da die Auslastung? Wie ist da die Personaldecke?» All dies müsse man eigentlich in einen Covid-19-Radar einfließen lassen.

«Mit dem Divi-Register schauen wir ja nur auf einen ganz kleinen Mikrozensus in einem Krankenhaus, nämlich auf die Intensivstation», sagte Brysch. In dem Register werden täglich die Intensiv-Behandlungskapazitäten in Deutschland erfasst. Wer für die medizinische Versorgung in Deutschland zuständig sei, müsse alles offenlegen, forderte er. «Alles auf den Tisch! Aber davon sind wir noch weit entfernt. Weil Krankenhäuser sind alles - sie sind nicht transparent», sagte Brysch.

Auch die Hospitalisierungsinzidenz schaffe eigentlich keine Transparenz, beklagte der Patientenschützer. Dort werde nur erfasst, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen seien. Bei vielen Patienten stelle man aber erst im Nachhinein eine Infektion fest.

(dpa)

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