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Brandenburg: Nachverfolgung aller Corona-Kontakte nicht mehr möglich

11:21
18.11.2021
Die Corona-Infektionszahlen steigen in Brandenburg so stark, dass eine Nachverfolgung aller Kontaktpersonen von Infizierten nach Angaben der Landesregierung nicht mehr möglich ist. Das Gesundheitsministerium empfahl den Landkreisen und kreisfreien Städten am Donnerstag, stärker Prioritäten bei der Kontaktverfolgung und der Überwachung von Quarantäne zu setzen.

Das Ministerium riet, dass nur noch die engsten Kontaktpersonen nachverfolgt werden. Vorrang sollen Ausbrüche in Krankenhäusern, Praxen und Pflegeheimen haben, danach gehe es um Ausbrüche in Kitas, Schulen und Horten. «Die derzeitige diffuse Infektionslage ist sehr ernst und besorgniserregend», sagte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. 165 Soldatinnen und Soldaten seien zur Hilfe im Einsatz.

«Das Infektionsgeschehen spielt sich insbesondere in der Gruppe der Ungeimpften und der über 70-Jährigen mit noch ausstehender Auffrischimpfung ab», heißt es in dem Schreiben an die Landräte und Oberbürgermeister, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In Brandenburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz - der Wert neuer Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche - bei knapp 466. Das ist der vierthöchste Wert im Ländervergleich.

(dpa)

Mediziner Karagiannidis: Ungeimpfte Corona-Patienten hadern danach

11:20
18.11.2021
Ungeimpfte Corona-Patienten bereuen nach Einschätzung des Mediziners Christian Karagiannidis oft ihre ausgebliebene Immunisierung. Sie merkten nach einer schweren Erkrankung, dass sie einen Fehler gemacht hätten, sagte der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist zumindest bei uns in Köln hier ganz ausgeprägt», sagte der Arzt von der Lungenklinik Köln-Merheim. «Es sagen auch alle danach, dass es besser gewesen wäre, dass sie zur Impfung gehen.» Er selbst habe bei sich in Köln noch keinen überzeugten Impfgegner gesehen.

Für die Intensivmediziner sei es in der aktuellen Lage «extrem hilfreich», wenn man sich impfen lasse, sagte Karagiannidis weiter. Das stehe über allem und sei die Lösung für die Pandemie. Wenn das - aus welchen Gründen auch immer - nicht klappe, sei sehr damit geholfen, vor allem in Innenräumen Masken zu tragen. Momentan breite sich das Virus dort sehr aus.

(dpa)

Angst vor Corona: 10 000 Schekel verbrennen in Mikrowelle

11:20
18.11.2021
Aus Angst sich an den Geldscheinen ihrer Hausbewohner mit dem Corona-Virus zu infizieren, hat eine 74-jährige Hausverwalterin in Jerusalem zu drastischen Mitteln gegriffen: Die Rentnerin habe die Banknoten im Wert von 10 000 Schekel in eine Schale mit flüssigem Bleichmittel gelegt und diese in die Mikrowelle gestellt, teilte Israels Nationalbank am Donnerstag mit. Die Scheine mit einem Wert von umgerechnet knapp 2900 Euro gingen bei der Erwärmung demnach weitgehend in Flammen auf. Die Frau habe das Geld mit der Prozedur desinfizieren wollen, wie sie in einem Schreiben an die Bank erklärt habe.

«Ich fühle mich sehr schuldig, weil es nicht mein Geld ist und ich eine ehrliche Bürgerin bin, die noch niemals Geld zerstört hat», hieß es demnach in dem Schreiben. Die Dame habe mehr als 70 Scheine an die Bank geschickt. Die Währungsabteilung habe diese daraufhin untersucht und festgestellt, dass sie echt seien, hieß es. Danach habe die Bank entschieden, der Frau das Geld zu ersetzen.

Amir Spernowitsch von der Bargeld-Abteilung erklärte demnach: «Es ist überflüssig zu sagen, dass Geldscheine in Israel Eisenfäden enthalten, die in der Mikrowelle Flammen auslösen können.»

Die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nach Einschätzung deutscher Experten sehr gering.

Wie ein Sprecher der Bank sagte, ersetzt das Geldinstitut pro Jahr Tausende Scheine, die beschädigt sind. «Aber wir hatten noch keinen Fall, bei dem die Banknoten gekocht worden sind.»

(dpa)

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