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20211118102835

Südwest-Unternehmen verstärken Impfangebote

10:24
18.11.2021
Die großen baden-württembergischen Unternehmen weiten die Corona-Impfangebote für ihre Belegschaften aus.

Eine Daimler-Sprecherin sagte am Donnerstag in Stuttgart, noch in diesem Jahr wolle man den Beschäftigten wieder Angebote zur Erstimpfung machen. Bisher gab es insgesamt 58 000 Impfungen. Zudem seien Booster-Impfungen ab Januar 2022 geplant.

Beim Zulieferer Bosch ist man schon weiter. Der Technologiekonzern biete bereits seit Oktober Auffrischimpfungen an, teilte ein Sprecher mit. Bei der betriebsinternen Impfkampagne sind über 200 Mitarbeiter im Einsatz, darunter 50 Betriebsärztinnen und -ärzte. Bisher wurden über 60 000 Spritzen verabreicht.

SAP bietet kontinuierlich Covid-19-Schutzimpfungen an, seit einiger Zeit auch Auffrischimpfungen. Ab 1. Dezember werden die Booster für alle Mitarbeitenden in größerem Umfang angeboten, unabhängig von Alter und Vorerkrankung, wie ein Sprecher mitteilte. «Zurzeit fahren wir unsere Kapazitäten hoch, so dass wir alleine bis Mitte Dezember 3300 Termine anbieten können.»

Man halte die Kapazität vor, allen Mitarbeitenden in den nächsten Monaten ein Angebot für Erst-, Zweit-, und Boosterimpfungen machen zu können.

(dpa)

CDU-Abgeordneter: Neue Corona-Regeln könnten im Bundesrat scheitern

10:07
18.11.2021
Die Unionsfraktion ist nach den Worten ihres rechtspolitischen Sprechers, Jan-Marco Luczak (CDU), auf ein mögliches Scheitern der Corona-Pläne der Ampel in der Länderkammer eingestellt.

«Wir wissen nicht, wie der Bundesrat morgen entscheiden wird», sagte Luczak am Donnerstag bei der Debatte im Bundestag zum Thema. «Aber ich kann Ihnen sagen: Wir als Union sind bereit, auch hier in der nächsten Woche sofort eine Sondersitzung des Deutschen Bundestages zu machen, einen Vermittlungsausschuss einzusetzen, damit wir diese Probleme bei dem von Ihnen vorgelegten Gesetzentwurf noch lösen können», sagte Luczak.

Nach der Abstimmung im Bundestag am Donnerstag sollten die Neuerungen am Freitag den Bundesrat passieren. Falls sich dort nicht die erforderliche Mehrheit findet, könnte im nächsten Schritt der Vermittlungsausschuss mit Vertretern von Bundestag und Bundesrat versuchen, eine Lösung zu finden.

Die Pläne von SPD, Grünen und FDP sollen eine andere Rechtsgrundlage für Auflagen schaffen, wenn die bisher vom Bundestag festgestellte «Epidemische Lage von nationaler Tragweite» am 25. November ausläuft.

Kommen sollen Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) am Arbeitsplatz und in Verkehrsmitteln. Für Pflegeheime, und Kliniken sollen Testpflichten für Beschäftigte und Besucher verankert werden. Die Länder sollen - auf Landtagsbeschluss hin - auch weiter harte Maßnahmen ergreifen können, etwa Einschränkungen und Verbote von Veranstaltungen.

Luczak warf den Ampel-Parteien vor, aus Rücksicht auf die FDP einen Gesetzentwurf vorgelegt zu haben, der «absolut unzureichend» gewesen sei. Weitreichende Schließungen würden damit ausgeklammert. «Ich sage nicht, dass wir einen Lockdown wollen», sagte der CDU-Politiker. «Ich sage auch nicht, dass wir einen Lockdown brauchen.» Die geplanten Änderungen sähen solche Möglichkeiten aber nicht vor - auch wenn sie später nötig werden sollten.

(dpa)

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