Letztes Update:
20211118094846

AfD kritisiert "panische" Corona-Politik

09:47
18.11.2021
Die AfD hat die von SPD, Grünen und FDP geplanten Neuregelungen zu künftigen Corona-Maßnahmen attackiert.

Die Ampel-Parteien machten anscheinend mit der «panischen Politik» der vergangenen zwei Jahre nahtlos weiter, sagte Fraktionschef Tino Chrupalla am Donnerstag im Bundestag. Er beklagte ein «Feindbild der Ungeimpften», die für alles verantwortlich gemacht würden, und «fast religiöse» Aufrufe zu Impfungen.

Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) oder nur für Geimpfte und Genesene (2G) seien abzulehnen, da jeder unabhängig vom «G-Status» Virus-Überträger sein könne. Dies sei mindestens «ein Lockdown auf Raten» und solle Bürger immer stärker unter Druck setzen, sich impfen zu lassen, sagte Chrupalla.

(dpa)

Gegen den "sozialen Tod": Besuchsverbote für Pflegeheime abgelehnt

09:06
18.11.2021
Immer mehr Krankenhäuser erlassen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr Besuchersperren für Patienten - in den Pflegeheimen in Baden-Württemberg hingegen wird ein solch radikaler Schritt nicht in Betracht gezogen.

Nach den Erfahrungen mit dem wochenlangen Besuchsverbot im Frühjahr 2020 ist diese Maßnahme tabu. «Die damalige Isolation war für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter sehr belastend», sagte Alexandra Heizereder, Sprecherin der Evangelischen Heimstiftung, der Deutschen Presse-Agentur.

Dies zu vermeiden, sei Konsens unter den Betreibern und dem Gesundheitsministerium, betonte die Vertreterin des mit 90 Heimen mit 6300 Bewohnern und 7000 Mitarbeitern größten Pflegeunternehmens im Land.

Laut der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft steigt die Zahl der Kliniken mit Besuchersperre wegen steigender Corona-Infektionszahlen gerade deutlich an.

Für die Bewohner von Pflegeheimen würde ein solches Besuchsverbot nach Überzeugung des Landesseniorenrats den «sozialen Tod» bedeuten. «Das darf es nie wieder geben», sagte Verbandschef Eckart Hammer. Er fügte hinzu: «Auch dass Menschen allein sterben müssen, das darf einfach nicht wieder passieren.»

(dpa)

Hausärzteverband schimpft über "Aufklärungs-Klamauk" beim Impfen

09:05
18.11.2021
Der baden-württembergische Hausärzteverband hat die Impfstrategie der Bundesregierung scharf kritisiert.

«Die Kollegen haben die Nase voll von dem dauernden Gegängel von Herrn Spahn und Co.», sagte der zweite Vorsitzende des Verbands, der Biberacher Hausarzt Frank-Dieter Braun, dem Radiosender SWR Aktuell. Wegen der ausufernden Bürokratie gebe es in Deutschland nur noch 3500 Impfpraxen. Im Sommer seien es noch 6000 gewesen.

Den Vorschlag vom Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, Apotheken in die Corona-Impfungen einzubinden, wies er als «Quatsch» zurück. Die Risiken seien zu groß, etwa wenn ein allergischer Schock in der Apotheke eintrete. Der Plan sei daher nicht sinnvoll.

Die Impfungen müssten ärztlich begleitet werden, forderte Braun. «Krankenhäuser, Betriebsärzte, Ärzte, alle die impfen können, sollen impfen.

Man muss es dann aber auch einfach machen - man muss nicht so einen Aufklärungs-Klamauk drumherum machen. Bei der Tetanus-Spritze fragt auch keiner vorher nach einer Unterschrift.»

Mit einer solchen Vereinfachung könnten die Impfungen deutlich beschleunigt werden.

(dpa)

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