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Lieberberg: "Brauchen jetzt endlich bundesweit klare Regeln"

05:43
18.11.2021
Marek Lieberberg, Geschäftsführer von Live Nation, fordert in der Corona-Pandemie bundesweit dringend einheitliche Regeln für die Konzertbranche.

«Die Branche braucht jetzt endlich bundesweit klare Normen für den Neustart und nicht ein ewiges Hin und Her von widersprüchlichen Maßnahmen», sagte Lieberberg der Deutschen Presse-Agentur.

Die Warnung vor größeren Veranstaltungen halte er für «eine erneute Diskriminierung, die weder zielführend noch zu rechtfertigen ist». Besser wäre es, die Einhaltung der 2G-Regel oder 2G plus als Maxime für das öffentliche Leben festzulegen, egal ob im Nahverkehr, bei Flug- und Bahnreisen, Theater und Kino, Gastronomie und Hotels oder Sport- und Kulturveranstaltungen.

(dpa)

Pur-Sänger Hartmut Engler ist wütend auf ungeimpfte Menschen

04:59
18.11.2021
Pur-Frontmann Hartmut Engler geht angesichts rasant steigender Corona-Zahlen und überlasteter Krankenhäuser mit ungeimpften Menschen hart ins Gericht. Er habe «wenig Verständnis für Menschen, die sich in dieser Zeit nicht impfen lassen und sich ohne Grund der ganzen Sache entziehen», sagte der 59-Jährige kurz vor seinem runden Geburtstag. «Das macht mich wütend.»

In der Debatte um die Spritze müsse die private Freiheit gegen die Solidarität aufgewogen werden. Die Fakten lägen auf dem Tisch. «Und wenn eins und eins nicht mehr zwei sein kann, dann hört bei mir auch die Diskussionsbereitschaft schnell auf», sagte Engler der Deutschen Presse-Agentur. «Dann denke ich einfach, dass da Hopfen und Malz verloren ist.» Viele Menschen hinterfragten die Quellen nicht, wenn sie Texte läsen. «Und sie missachten, dass Fakten auch ein Verständnis vermitteln können für bestimmte Maßnahmen.»

Im kommenden Jahr will Pur nach Angaben Englers ein neues Studioalbum aufnehmen. Natürlich könne die Band in den Texten an der Pandemie nicht vorbeigehen: «Dass ein neues Album in so einer Zeit nicht ohne das Thema Corona auskommen wird, das ist relativ klar», sagte Engler, der am 24. November 60 Jahre alt wird. «Ich werde mir sicher die Worte gut überlegen, die ich dann mitteile.»

Pur ist seit Jahrzehnten im Geschäft und hat wichtige Musikpreise gewonnen. Die Band verkaufte Millionen Alben.

(dpa)

CDU-Vize Strobl: Ampel vergeudet wertvolle Zeit im Kampf gegen Corona

04:36
18.11.2021
CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat der angehenden Ampel-Regierung vorgeworfen, auf die ungebremst steigenden Corona-Infektionszahlen viel zu spät reagiert zu haben.

«Wertvolle Zeit wurde vergeudet, und ein schwerwiegender Fehler aus dem vergangenen Jahr wird sehenden Auges wiederholt: Es werden schärfere Einschnitte notwendig, als wenn rechtzeitig gehandelt worden wäre», sagte der baden-württembergische Innenminister und CDU-Landeschef der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

«Diese Verzögerung geht auf das Konto des künftigen Kanzlers und jetzigen Vizekanzlers Olaf Scholz, der SPD und der FDP.» Die Grünen, mit denen Strobl in Baden-Württemberg als Juniorpartner regiert, nahm der CDU-Politiker ausdrücklich aus.

An diesem Donnerstag befassen sich der Bundestag und die Ministerpräsidenten mit der Corona-Lage, die immer mehr aus dem Ruder läuft - aus Sicht des Baden-Württembergers viel zu spät. Am Morgen will der Bundestag über die von SPD, Grünen und FDP ausgearbeiteten neuen Corona-Maßnahmen abstimmen, am Mittag beraten dann die Länder-Regierungschefs mit Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Strobl sagte, eigentlich müsse seit dieser Woche flächendeckend bundesweit 2G (geimpft oder genesen) gelten. «Zudem wird es Bereiche geben müssen, in denen 2G plus gilt – also geimpft oder genesen plus getestet.»

Deutschland dürfe sich auch nicht mit der «hundsmiserablen Impfquote» abfinden. «Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, obwohl sie es könnten, zwingen das ganze Land wieder mehr hinein in Richtung Ausnahmezustand.» Es seien stärkere Impfanreize nötig und zwar für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen.

Es sei nicht hinnehmbar, dass es noch immer keine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber über den Impfstatus gebe. «Dass Gäste gegenüber Gastronomen über ihren Impfstatus auskunftspflichtig sind, diese freilich ihre Bedienungen nicht einmal danach fragen dürfen, ist mehr als schräg. So wird die Bekämpfung der Pandemie nicht gelingen.»

(dpa)

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