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Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

17:27
17.11.2021
Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg steigt weiter stark an und liegt mittweile weit über dem für die Alarmstufe entscheidenden Grenzwert von 390. Mittlerweile werden 444 solcher Fälle intensivmedizinisch behandelt, das sind 20 mehr als am Vortag, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (16.00) mit. Die Alarmstufe gilt seit diesem Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten wurde. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 4,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 397,7, ein Plus von 14,9. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 10 162 auf 729 138.

(dpa)

Scholz appelliert an Union: Corona-Plänen der Ampel zustimmen

16:32
17.11.2021
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Fraktionschef Rolf Mützenich appellieren eindringlich an die Union, die Pläne der Ampel-Fraktionen zur Corona-Bekämpfung nicht zu blockieren. Es sei wichtig, «dass wir alle zusammenhalten und eine gemeinsame Anstrengung unternehmen», sagte Scholz am Mittwoch vor einer Fraktionssitzung im Bundestag. «Das ist ein Moment, in dem man als Land zusammenhalten muss - und ich hoffe, dass wir das alle machen. Und ich appelliere auch an alle, das zu tun», betonte er. Das gelte für die Bevölkerung, aber auch für die Politik.

Der amtierende Vizekanzler sagte, seit Beginn der Pandemie habe man sich sehr viel untergehakt und «keine parteipolitischen Manöver durchgeführt». «Ich glaube, das sollte auch bis zum Ende so bleiben», appellierte Scholz an die Union. Jetzt müssten sich alle unterhaken, gemeinsam entschiedene Maßnahmen ergreifen und diese auch tatkräftig umsetzen.

Auch Mützenich betonte, die Bevölkerung wolle keine parteipolitische Auseinandersetzung. Es gehe um eine große gesundheitspolitische Herausforderung, die müsse man gemeinsam angehen.

Zuvor hatte sich Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) skeptisch dazu geäußert, ob seine Fraktion den Ampel-Plänen am Donnerstag im Bundestag zustimmen wird. Sie reichten nicht aus. Im Bundestag haben die Ampel-Fraktionen allerdings auch ohne Union eine Mehrheit. Spannender wird die Abstimmung im Bundesrat, wo die Landesregierungen mit Unionsbeteiligung das neue Gesetz blockieren könnten. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), erklärte bereits in einem Brief an Scholz, die Pläne seien in der jetzigen Fassung am Freitag in der Länderkammer nicht zustimmungsfähig.

Scholz sagte, er kenne den Brief nicht, habe aber davon gehört. Er wies den Vorwurf zurück, die Pläne der Ampel reichten nicht aus, um die sich zuspitzende Krise anzugehen. «Wir haben einen ziemlich massiven Katalog, der jetzt umgesetzt wird», sagte er. Dazu gehöre etwa 3G (Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete) am Arbeitsplatz und im öffentlichen Verkehr. Manche Maßnahmen gingen weiter als all das, was im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt gegolten habe.

(dpa)

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