Letztes Update:
20211117065254

THW und Bevölkerungsschutzamt wollen beim Impfen und Testen helfen

06:04
17.11.2021
 Um die Wucht der vierten Corona-Welle zu bremsen, bietet der Bund den Ländern Unterstützung beim Impfen und Testen der Bevölkerung an.

In einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, das THW könnte Ländern und Kommunen beim Wiederaufbau von Impfzentren helfen. Auch für die Errichtung von Corona-Test-Stationen und für mögliche Umbaumaßnahmen in Krankenhäusern stünden ehrenamtliche Helfer bereit.

Diese und weitere Angebote des Bundes könnten bei der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz besprochen werden, für die diese Aufstellung erstellt wurde. An diesem Donnerstag will die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder über eine einheitliche Linie in der Pandemie-Bekämpfung beraten.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet demnach angesichts der wieder steigenden Zahl von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern an, über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern «noch frühzeitiger und verstärkt» bei der bundesweiten Verlegung von Intensiv-Patienten zu unterstützen.

Darüber hinaus bietet der Bund den Ländern an, Komponenten der Sanitätseinheiten des Bundes - vor allem Fahrzeuge mit beheizbaren Zelten - als mobile Impfstellen für ländliche Gebiete zu nutzen.

Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern wird sich Anfang Dezember voraussichtlich mit Plänen für ein Kompetenzzentrum beim BBK beschäftigen. Dieses neue Zentrum soll dafür sorgen, dass die Unterstützung durch den Bund oder durch andere Bundesländer künftig in Krisensituationen nicht über Beziehungen oder nach dem «Windhundprinzip» läuft.

Vielmehr soll es eine bundesweite Übersicht vorhandener Ressourcen wie etwa Rettungshubschrauber oder Sanitätskräfte geben, die sowohl staatliche Stellen als auch Hilfsorganisationen einschließt.

(dpa)

Weihnachtsmärkte im Südwesten wegen Corona-Lage unter Druck

05:13
17.11.2021
Angesichts der sich verschärfenden Pandemie-Lage geraten die Weihnachtsmärkte im Südwesten immer stärker unter Druck. In kleineren Städten wurden die ersten wieder abgesagt, doch Städte wie Stuttgart, Karlsruhe und Ulm halten bisher an ihren Märkten trotz der Corona-Alarmstufe ab diesem Mittwoch fest.

Unter dem Münster in Ulm wurden schon am vergangenen Samstag die Buden der Händler aufgebaut. Und auch am Beginn des Markts am nächsten Montag soll festgehalten werden, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Der Aufbau erlaube eine Umsetzung der 2G-Regel mit Zugang nur für Geimpfte und Genesene, hieß es. An vier Eingängen soll es in Ulm Zugangskontrollen geben.

Der Weihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt soll ebenfalls wie geplant am 24. November erste Besucher empfangen dürfen. Ob es dazu kommt, ist derzeit aber unsicher. Es gebe aktuell noch Gespräche zum Umgang mit der Corona-Lage, sagte eine Stadtsprecherin.

Auch Karlsruhe hält an seinem Christkindlesmarkt und dem Beginn am kommenden Montag fest. Mit der Alarmstufe gilt hier gleichfalls die 2G-Regel. Für die Gastro-Bereiche mit Glühwein, Bratwurst und Waffeln sehen die Veranstalter Zäune zur Absperrung vor.

Kleinere Städte wie Isny im Allgäu und Bad Krozingen im Schwarzwald haben indessen ihre Weihnachtsmärkte mit Blick auf die derzeitigen Corona-Infektionszahlen wieder abgesagt. «Schweren Herzens» habe man sich dazu entschieden, teilte die Stadt Bad Krozingen am Montag mit. In Isny wird es die für Dezember geplante «Schlossweihnacht» nun nicht mehr geben. Dies sei «eine Entscheidung, die wehtut», hieß es vom Stadtmarketing mit Verweis auf die steigenden Infektionszahlen und die Situation in den Krankenhäusern.

Während die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg durch das Infektionsgeschehen immer stärker unter Druck geraten, ist bei unseren Nachbarn im deutsch-französischen Grenzgebiet von Absagen keine Rede. Die Elsass-Metropole Straßburg will ihren Weihnachtsmarkt nach einer Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr wieder in großem Stil ausrichten. Mehr als 300 Buden sollen vom 26. November an die Besucher locken.

Wegen der Pandemie ist auch hier das Maskentragen auf dem Markt Pflicht. Fürs Essen und Trinken gibt es speziell ausgewiesene Zonen, damit es nicht zu Gedränge vor den Buden kommt. Der Weihnachtsmarkt in Straßburg ist der älteste Frankreichs und zieht nach offiziellen Angaben jedes Jahr rund zwei Millionen Besucher an, davon viele aus Deutschland.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden